Mit Pollern und Einbahnstraßen gegen Verkehrsunfälle in Berlin
Das Planungsbüro STRATMO hat im Januar 2026 eine Metastudie zur Verkehrsberuhigung in Berlin vorgelegt. Unfälle mit Personenschaden sanken zwischen 2018 und 2024 im reinen Nebenstraßennetz untersuchter Kiezblocks um knapp 30 Prozent. In derselben Zeit ging die Zahl stadtweit um rund 9 Prozent zurück.
Kiezblocks unterbinden den Kfz-Durchgangsverkehr in Wohnquartieren, Anlieger bleiben erreichbar. Die Studie legt Unfalldaten, Befragungen und die öffentliche Debatte seit dem Berliner Mobilitätsgesetz übereinander. Rechnet man angrenzende Hauptstraßen ein, liegt der Rückgang bei etwa 16 Prozent. Das Bezirksamt Neukölln zählte im Reuterkiez 351 Unfälle 2023 und 211 im Jahr 2024, ein Minus von 40 Prozent; die Schadenshöhe sank um 52 Prozent, die Hauptstraßen ringsum stiegen demnach nicht. Befragungen in mehreren Quartieren zeigen eine Zustimmung zwischen 60 und 75 Prozent. Ähnliche Versuche laufen unter anderen Namen in Hamburg, Köln, Leipzig und Darmstadt. Über 100 bürgerschaftliche Superblock-Initiativen sind bundesweit aktiv.
Die Metastudie ist kein randomisierter Vergleich. Verdrängung auf benachbarte Straßen, Lieferverkehr und Konflikte zwischen Rad und Fuß bleiben Streitpunkte. Der Berliner Senat stoppte im Mai 2025 die Finanzierung neuer Kiezblocks; begründet wurde das unter anderem mit Lieferverkehr, Müllabfuhr und Rettungswegen. Die Gesundheitsstudie KiezTransform misst Aktivität, Luft und Hitze erst bis 2028.
Bestehende Quartiere bleiben in der Auswertung. Ob weitere Blöcke kommen, entscheiden Bezirke und Senat. Die Metastudie ist als Forschungsbericht STRATMO 2026 veröffentlicht.
Der Text beschreibt einen konkreten Lösungsansatz mit vielen belegten Zahlen und benennt methodische Grenzen sowie politische Widerstände offen.
Der Beitrag stellt Kiezblocks als konkreten Ansatz zur Verkehrsberuhigung vor und stützt das mit Unfallzahlen, Befragungsergebnissen und einer benannten Studie. Einschränkungen kommen klar zur Sprache: kein randomisierter Vergleich, mögliche Verdrängung des Verkehrs, Streit um Lieferverkehr und Rettungswege sowie der gestoppte Finanzierungsbeschluss. Der Ton bleibt sachlich und wertet nicht vorschnell. Mehr Gewicht bekäme der Text durch Stimmen von Kritikern im Originalton und eine Einordnung, wie unabhängig die Studie finanziert ist.
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