Lausitz: Das höchste Windrad setzt auf Höhe statt Leistung
Die eingesetzte Turbine leistet 3,8 Megawatt. Der Versuch soll zeigen, ob stärkerer und gleichmäßigerer Wind in großer Höhe den Jahresertrag trotzdem verdoppeln kann. Die Inbetriebnahme ist für November geplant.
Auftraggeber ist die Bundesagentur für Sprunginnovationen, gebaut wurde der Prototyp von Gicon. Die 3,8-Megawatt-Turbine vom Typ Vensys 126 hat einen Rotordurchmesser von 126,2 Metern. Sie wurde zunächst in niedriger Höhe montiert und anschließend mit einem Innenturm teleskopartig angehoben. Ein 300 Meter hoher Messmast hatte von Mai 2023 bis Mai 2024 stärkere Winde in dieser Höhe bestätigt. Gicon erwartet mindestens 18 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr, etwa doppelt so viel wie von einer vergleichbaren konventionellen Anlage.
Die Anlage ist ein Demonstrator, kein Serienprodukt. Der doppelte Jahresertrag ist bisher eine Prognose aus Windmessungen; Strom hat der Turm auf Endhöhe noch nicht geliefert. Auch die Leistung setzt keinen Rekord: Moderne Onshore-Turbinen erreichen mehr als sieben Megawatt. Gicon nennt keine aktuellen Gesamtkosten; das Handelsblatt bezifferte das Projekt 2024 auf 20 bis 30 Millionen Euro.
Nach der Inbetriebnahme im November sollen Betriebsdaten zeigen, ob die erwarteten 18 Millionen Kilowattstunden erreicht werden. Gicon strebt eine Serienfertigung Anfang der 2030er-Jahre an. Entscheidend sind dann nicht weitere Höhenrekorde, sondern Baukosten, Wartung und der Preis jeder erzeugten Kilowattstunde.
Der Text schildert einen technischen Lösungsansatz mit konkreten Zahlen, Quellen und offen benannten Unsicherheiten in sachlichem Ton.
Der Beitrag stellt einen innovativen Höhenwindturm als möglichen Fortschritt vor und belegt ihn mit Leistungsdaten, Rotordurchmesser, Messzeitraum und Ertragsprognose. Besonders stark ist die ehrliche Einordnung: Es handelt sich um einen Demonstrator, der Ertrag ist nur prognostiziert, die Kostenangaben sind unvollständig. Noch konstruktiver wäre der Text mit einer zusätzlichen unabhängigen Einschätzung, etwa von Fachleuten außerhalb des Projekts, und mit einem Vergleich zu konkurrierenden Ansätzen.
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