Viele kennen das neue Altersvorsorgedepot kaum
Eine YouGov-Umfrage für Commerzbank und Comdirect zeigt jedoch, dass viele das neue Angebot kaum kennen. Nur eine Minderheit hält es derzeit für wahrscheinlich, ein solches Depot zu eröffnen.
Die Zulage steigt mit der eigenen Einzahlung. Eltern können zusätzlich bis zu 300 Euro je Kind erhalten. Gewinne werden während des Sparens nicht besteuert, die späteren Auszahlungen dagegen schon. Anders als klassische Riester-Verträge kann das Depot weitgehend in Aktien investieren und muss die eingezahlten Beiträge nicht garantieren. Das erhöht die möglichen Erträge, bedeutet aber auch ein Verlustrisiko.
An der Onlinebefragung nahmen 1.517 Personen teil. Mehr als die Hälfte derjenigen, die bereits vom Depot gehört hatten, fühlte sich schlecht informiert. Die Mehrheit war unentschlossen oder hielt eine Eröffnung für unwahrscheinlich. Auftraggeber waren allerdings zwei Banken, die selbst entsprechende Produkte verkaufen wollen. Die Umfrage misst zudem Absichten vor dem Marktstart und keine abgeschlossenen Verträge.
Bestehende Riester-Verträge bleiben gültig und müssen nicht gekündigt werden. Jeder Anbieter muss ein einfaches Standarddepot mit begrenzten Kosten anbieten, darf daneben aber teurere Produkte verkaufen. Für das geplante öffentliche Standardangebot fehlen noch Einzelheiten. Die Verbraucherzentralen raten deshalb, keine vorschnellen Verträge abzuschließen und später vor allem die Gebühren zu vergleichen.
Nüchterner, gut belegter Text, der ein neues Vorsorgeangebot erklärt, Risiken benennt und die Interessenlage des Umfrageauftraggebers offenlegt.
Der Text beschreibt nicht nur Informationsdefizite, sondern erklärt konkret, wie das neue Depot funktioniert, welche Zulagen es gibt und was Sparerinnen und Sparer tun können. Zahlen wie die Stichprobe von 1.517 Personen und Hinweise auf Steuern und Kosten machen die Aussagen nachprüfbar. Vorbildlich ist, dass das Eigeninteresse der auftraggebenden Banken und die fehlenden Details zum Standardangebot offen benannt werden. Noch besser wäre es mit unabhängigen Daten und einer klareren Einordnung, für wen sich das Angebot rechnet.
KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →