Google testet KI-Chips im All und stößt an die Kühlung
Das Projekt heißt Suncatcher. Getestet wird nicht der Betrieb eines Rechenzentrums, sondern eine einfachere Frage: Hält gewöhnliche KI-Hardware Start, Strahlung und Hitze im Orbit aus?
Die vier Trillium-Chips sind handelsübliche Cloud-Hardware ohne Weltraumhärtung; genau das ist der Gegenstand des Tests. Im Protonenstrahl des Crocker Nuclear Laboratory an der University of California in Davis hielten sie bis zu 15 Kilorad aus. Das schwächste Glied war aber der Speicher: Der HBM zeigte ab 2 Kilorad nicht korrigierbare Fehler, das entspricht etwa dem 2,7-Fachen der erwarteten Strahlendosis von fünf Jahren im Orbit. Gebaut hat den Satelliten Google zusammen mit Planet Labs.
Der Engpass ist die Wärme. Im Vakuum führt keine Luft sie ab, Heatpipes leiten sie zu Radiatoren, die sie abstrahlen. Die Solarmodule liefern rund ein Kilowatt, doch die Chips können davon nur 15 Minuten in Rechenarbeit umsetzen, dann müssen sie abschalten. Für zehn Megawatt Abwärme bräuchte man nach einer Abschätzung der Penn State University Radiatoren von der Fläche zweier Fußballfelder.
Solarmodule liefern in dieser Umlaufbahn nach Googles Rechnung bis zu achtmal so viel Energie wie in mittleren Breiten auf der Erde. Anfang 2027 sollen zwei weitere Satelliten Laserverbindungen erproben. Starcloud hat seit November 2025 eine Nvidia-H100 im Orbit.
Nüchterner Technikbericht, der einen konkreten Lösungsansatz mit vielen Messwerten und offen benannten Engpässen wie Wärmeabfuhr und Speicherfehlern darstellt.
Der Text beschreibt nicht nur ein Problem, sondern einen laufenden Versuch, Rechenleistung ins All zu verlagern, und nennt dazu prüfbare Zahlen wie Strahlendosen, Leistung der Solarmodule und Betriebsdauer. Die Schwächen werden ehrlich benannt: Der Speicher versagt früh, und die Abwärme lässt sich kaum loswerden. Der Ton bleibt sachlich, ohne Werbung oder Alarm. Höher wäre der Wert mit unabhängigen Stimmen neben Google sowie einer Einordnung, welcher Nutzen realistisch bleibt.
KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →