Schrotthändler in Ghana sollen keine Kabel mehr verbrennen
Am Eingang einer Gasse in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Ghana, prüft Yakubu Adam alte Elektrogeräte und verkauft weiter, was noch funktioniert. Händler wie er sollen ihre Einkommensquelle behalten, ohne Kabel verbrennen zu müssen, um an das Kupfer zu kommen. Dafür hat die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) von 2016 bis April 2026 nach eigenen Angaben rund 1.500 Schrotthändler geschult, wie das Handelsblatt am 14. Oktober berichtet.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die örtliche Firma GreenAd: Sie entfernt die Isolierung alter Kabel maschinell, statt sie zu verbrennen, und bezahlt die Sammler nach Preislisten für die enthaltenen Rohstoffe. Mehr als 900 Tonnen Kabel hat sie laut Projektmanager Bennett Akuffo bereits angenommen. Der Unternehmer Nana Yaw Konadu setzt zuerst auf Reparatur und Wiederverwendung. Seine Firma Electro Recycling Ghana baut aus gebrauchten Dell-Monitoren eines Partners aus Nordrhein-Westfalen Fernseher. Sie kosten laut Konadu knapp 30 Euro; ein neues Gerät wäre für viele seiner Kunden kaum erschwinglich.
„Letztlich geht es ums Geld“, sagt Innocent Turkson, Vorsitzender eines Schrotthändlerverbands in der Hafenstadt Tema. Sorgfältiges Sortieren koste mehr Zeit und Personal, zudem fürchteten seine Leute Preiseinbußen durch staatlich unterstützte Abnehmer. Die Schulungen erreichten nur einen Teil: In Accra leben Schätzungen zufolge Zehntausende Menschen direkt oder indirekt von alter Elektronik. Auf die 2021 geräumte Schrotthalde Agbogbloshie kehren die Händler zurück.
Die Förderung durch die GIZ ist inzwischen ausgelaufen. Im ghanaischen Umweltministerium ist Vincent Kyere Projektleiter für Elektroschrott; er verweist auf den wirtschaftlichen Wert, den die Händler schaffen. Einen Termin für weitere Schritte nennt der Bericht nicht. Ob der Umbau gelingt, zeigt die Kabelmenge, die bei Firmen wie GreenAd ankommt.
Der Text zeigt konkrete Ansätze gegen Kabelverbrennung, belegt sie mit Zahlen und Namen und benennt offen deren Reichweite und offene Fragen.
Statt nur das Problem Elektroschrott zu beschreiben, werden tragfähige Ansätze gezeigt: Schulungen, maschinelle Kabelentisolierung, Reparatur und Wiederverwendung von Monitoren. Konkrete Zahlen wie 1.500 geschulte Händler, 900 Tonnen Kabel und Preise sowie namentlich genannte Beteiligte machen das überprüfbar. Zugleich bleibt der Text ehrlich: Die Förderung ist ausgelaufen, die Schulungen erreichen nur einen Teil der Betroffenen, und die Händler kehren auf die geräumte Halde zurück. Noch stärker wäre der Text mit unabhängigen Daten zur tatsächlichen Wirkung und einer klareren Einordnung, wie es weitergehen soll.
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