Regionalliga Nordost testet weniger Polizei bei Risikospielen
Bei mehreren Spielen in Sachsen und Thüringen wurde das Aufgebot bereits verkleinert. Die Behörden berichten von positiven Erfahrungen. Das ist bemerkenswert, weil der Deutsche Fußball-Bund mögliche Polizeirechnungen künftig mindestens teilweise an die Heimvereine weitergeben will.
Der Versuch läuft seit der Rückrunde der vergangenen Saison. Beim Chemnitzer FC wurden drei brisante Begegnungen mit kleinerem Polizeiaufgebot begleitet. Nach Recherchen der Sportschau fielen dabei jeweils rund 1.000 Einsatzstunden weniger an als bei früheren Spielen derselben Vereine. Möglich wurde das nach Angaben des sächsischen Innenministeriums durch Gespräche mit Klubs und Fans. Sachsen will das Modell deshalb auf weitere Vereine ausweiten.
Ob das Modell überall funktioniert, ist offen. Die veröffentlichten Angaben stammen von den beteiligten Behörden und Vereinen. Eine unabhängige Auswertung zu Gewalt, Festnahmen oder Verletzten liegt nicht vor. Auch besonders gefährliche Begegnungen können weiterhin ein großes Aufgebot erfordern. Weniger Einsatzstunden bedeuten deshalb nicht automatisch dieselbe Sicherheit.
Der DFB-Beschluss wird erst relevant, wenn der Verband tatsächlich einen Gebührenbescheid erhält. Bis dahin wollen die Klubs zeigen, dass Zusammenarbeit die Polizeikosten schon vor einer Rechnung senken kann.
Der Text zeigt einen erprobten Lösungsansatz mit konkreten Zahlen und benennt offene Fragen sachlich.
Berichtet wird über ein konkretes Modell, bei dem kleinere Polizeiaufgebote durch Gespräche mit Klubs und Fans möglich wurden, samt Größenordnung der gesparten Einsatzstunden. Die Einschränkungen sind ehrlich benannt: Die Angaben stammen von den Beteiligten, eine unabhängige Auswertung zu Gewalt oder Verletzten fehlt. Der Ton bleibt ruhig und ordnet den DFB-Beschluss nachvollziehbar ein. Noch stärker wäre der Text mit Stimmen von Polizeigewerkschaft, Fanvertretungen oder unabhängigen Fachleuten sowie Zahlen zu Vorfällen bei den betroffenen Spielen.
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