E-Autos kosten im Schnitt noch 2.124 Euro mehr als Verbrenner
Nach einer Auswertung des privaten Center Automotive Research kosteten die 25 meistverkauften Elektroautos im Durchschnitt 2.124 Euro mehr als die 25 beliebtesten Verbrenner. Das waren 125 Euro weniger als im August. Die staatliche Kaufprämie ist nicht eingerechnet. Für förderberechtigte Käufer kann der Unterschied deshalb geringer ausfallen.
CAR erfasst keine tatsächlich abgeschlossenen Kaufverträge. Das Institut zieht von den Listenpreisen jene Rabatte ab, die es im Internet und bei Vermittlern findet, und verbindet diese Angaben mit Zulassungsdaten. Die Preisnachlässe für die untersuchten Elektroautos stiegen zuletzt leicht. Neue und günstigere Modelle wie der ID. Polo erhöhen nach Einschätzung des Instituts den Druck auf ältere Elektroautos.
Von einer stetigen Annäherung kann trotzdem keine Rede sein. Im Dezember 2025 lag die errechnete Preislücke bei 1.328 Euro und damit deutlich niedriger als jetzt. Zudem vergleicht die Studie zwei Gruppen beliebter Modelle. Sie stellt nicht jeweils gleich große und ähnlich ausgestattete Elektroautos und Verbrenner gegenüber. Betriebskosten, Wertverlust sowie Lade- und Spritkosten bleiben ebenfalls außen vor.
Langfristig ist der Abstand allerdings stark geschrumpft. Im Oktober 2024 waren Elektroautos laut CAR noch mehr als 6.500 Euro teurer. Ob neue Modelle und die Kaufprämie die Lücke weiter schließen, zeigen erst die kommenden Monate. Für Käufer bleibt deshalb der Vergleich konkreter Fahrzeuge wichtiger als der Durchschnitt aus 50 unterschiedlichen Modellen.
Sehr gut belegter und methodenkritischer Preisvergleich in nüchternem Ton, der jedoch keine eigentliche Lösung oder Handlungsperspektive entwickelt.
Der Text nennt viele konkrete Zahlen, ordnet sie über längere Zeiträume ein und erklärt, wie die Auswertung zustande kommt. Besonders stark ist die offene Benennung der Grenzen: fehlende Kaufverträge, ungleiche Modellgruppen, ausgeklammerte Betriebskosten. Ein Fortschritt wird zwar sichtbar, weil der Abstand langfristig schrumpft, doch Wege oder Maßnahmen zur Verringerung der Preislücke bleiben unbenannt. Mehr Einordnung, was Käufer oder Politik konkret tun können, würde den konstruktiven Wert erhöhen.
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