Batteriespeicher schlagen Gasturbinen bei Stromspitzen
Der Vergleich gilt in allen 43 untersuchten Strommärkten. Er ist bemerkenswert, weil Gasturbinen bisher als klassische Absicherung für Verbrauchsspitzen galten. Für längere Dunkelflauten lassen sich die Ergebnisse jedoch nicht übertragen.
Verglichen wurden die durchschnittlichen Kosten über die gesamte Betriebsdauer. Bei Batterien sinken die Preise durch den Ausbau der weltweiten Fertigung. Neue Gasturbinen werden dagegen teurer, weil Hersteller volle Auftragsbücher haben und der Bau länger dauert. Hinzu kommen schwankende Gaspreise und in Europa die Kosten für den Ausstoß von Kohlendioxid. Batterien können außerdem in Sekunden reagieren und günstigen Strom aufnehmen, wenn mehr Wind- oder Solarenergie vorhanden ist als benötigt.
Besonders deutlich ist die Entwicklung im Nahen Osten und in Afrika. Dort berechnet Wood Mackenzie die Kosten eines Vier-Stunden-Speichers derzeit mit rund zwölf Cent je Kilowattstunde. Bis 2035 sollen sie auf etwa acht Cent sinken. Auch in Europa bleiben Batterien nach der Modellrechnung günstiger als neue Gasturbinen, obwohl ihre Baukosten in diesem Jahr erstmals wieder leicht gestiegen sind.
Das Ergebnis bedeutet nicht, dass Gaskraftwerke überflüssig werden. Batterien verschieben vorhandenen Strom und müssen anschließend wieder geladen werden. Nach vier Stunden bei voller Leistung sind die untersuchten Speicher leer. Gasturbinen können dagegen weiterlaufen, solange Brennstoff verfügbar ist. Verglichen wurden außerdem neue offene Gasturbinen für Verbrauchsspitzen und keine bereits gebauten Kraftwerke. Der Bericht zeigt deshalb vor allem, welche Technik sich für neue kurzfristige Reserven wirtschaftlich eher lohnt.
Sachlicher Text, der Batteriespeicher als wirtschaftliche Alternative belegt und ihre Reichweite ehrlich eingrenzt.
Der Text benennt eine konkrete Entwicklung: Batteriespeicher werden in vielen Märkten günstiger als neue Gasturbinen für Verbrauchsspitzen. Er stützt das auf eine Analyse von Wood Mackenzie mit Zahlen zu Kosten je Kilowattstunde und einem Ausblick bis 2035. Besonders stark ist, dass die Grenzen offen angesprochen werden: Vier-Stunden-Speicher sind nach vier Stunden leer, Dunkelflauten sind nicht abgedeckt, verglichen wurden nur neue Anlagen. Noch besser wäre es, wenn auch kritische Stimmen oder Unsicherheiten der Modellrechnung selbst zu Wort kämen.
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