Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs
Ermittelt haben den Wert ein Forschungszentrum und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Vor allem Windkraft und Photovoltaik legten zu. Die Zahl betrifft jedoch nur Strom, nicht den gesamten Energieverbrauch für Verkehr, Heizung und Industrie.
Der Anteil lag in Deutschland vier Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum. Verantwortlich waren vor allem höhere Erträge aus Windenergie an Land und auf See sowie mehr Solarstrom. Wasserkraft lieferte wegen der geringen Niederschläge weniger, auch die Biomasse ging leicht zurück. Der Rekord entstand damit nicht allein durch neue Anlagen. Bessere Windverhältnisse und ein gestiegener Stromverbrauch beeinflussten das Ergebnis ebenfalls.
Der Rekord ist eine vorläufige Hochrechnung und noch keine Jahresbilanz. Außerdem sagt der Stromanteil nichts darüber, wie viel Öl und Gas weiterhin in Gebäuden, Verkehr und Industrie genutzt wird. Für ein stabiles Stromsystem reichen zusätzliche Windräder und Solaranlagen allein nicht aus. Auch Netze, Speicher und Kraftwerke für Zeiten mit wenig Wind und Sonne müssen ausgebaut werden.
Bis 2030 sollen erneuerbare Quellen 80 Prozent des Stromverbrauchs decken. Ob Deutschland dieses Ziel erreicht, hängt neben dem Ausbau der Anlagen vor allem von schnelleren Netzanschlüssen und Genehmigungen ab.
Nüchterner Fortschrittsbericht mit Quellen, Zielmarke und ungewöhnlich klaren Einschränkungen, dem jedoch die zentrale Prozentzahl fehlt.
Der Text schildert einen messbaren Fortschritt beim Ökostrom, nennt die Urheber der Berechnung und ordnet die Ursachen ein, etwa Windverhältnisse und gestiegenen Verbrauch. Besonders stark sind die offen benannten Grenzen: vorläufige Hochrechnung, nur Strom statt Gesamtenergie, Bedarf an Netzen und Speichern. Es fehlt jedoch der konkrete Wert des Rekordanteils selbst, ebenso Angaben zum Zeitraum. Mit klaren Zahlen und einem Hinweis, wer welche Schritte bei Netzausbau und Genehmigungen konkret angeht, wäre der Text noch nützlicher.
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