Ostdeutschland hat Platz aber zu wenig Fachkräfte
Gleichzeitig fehlen gerade in vielen ländlichen Gebieten junge und ausgebildete Beschäftigte. Neue Fabriken lassen sich fördern und bauen, die dafür benötigten Menschen aber nicht ebenso schnell gewinnen.
Zu den sichtbaren Investitionen gehören das Tesla-Werk in Grünheide sowie die neuen Chipfabriken von Infineon und dem Gemeinschaftsunternehmen ESMC in Dresden. Für das ESMC-Werk sind mehr als zehn Milliarden Euro vorgesehen. Verfügbare Gewerbeflächen, vergleichsweise niedrige Immobilienpreise und viel Strom aus erneuerbaren Quellen machen Teile der Region für Unternehmen attraktiv. Auch die Nähe zu wachsenden Märkten in Polen kann helfen.
Der Engpass betrifft nicht alle Gebiete gleich. Leipzig, Dresden und Jena ziehen Unternehmen und Forschung an; viele ländliche Kreise verlieren dagegen junge Menschen. Der Ursprung reicht bis zur Wende zurück. Nach einer Studie der Rockwool Foundation arbeiteten 1992 nur 17 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten noch im selben Beruf wie 1989. Der Zusammenbruch vieler Betriebe führte zu Arbeitslosigkeit und Abwanderung.
Die Gegenüberstellung von Ost und West greift dennoch zu kurz. Für 2026 erwartet das IWH im Osten 0,9 Prozent Wachstum, deutschlandweit 1,3 Prozent. Danach sollen die Unterschiede kleiner werden. Neue Stellen dürften vor allem in Dienstleistungen und damit eher in Städten entstehen. Fördergeld kann Fabriken anlocken. Es ersetzt aber weder fehlende Fachkräfte noch Schulen, Krankenhäuser und Einkaufsmöglichkeiten in schrumpfenden Regionen.
Nüchterne, faktenreiche Analyse mit Hinweisen auf Investitionen und Standortvorteile, aber ohne konkrete Ansätze gegen den Fachkräftemangel.
Der Text belegt seine Aussagen mit Zahlen zu Investitionssummen, Wachstumsprognosen und einer Studie und nennt Standortvorteile wie Gewerbeflächen, günstige Immobilien und erneuerbaren Strom. Er bleibt sachlich und benennt offen die Grenzen: Fördergeld ersetzt weder Fachkräfte noch Schulen und Krankenhäuser. Was fehlt, sind konkrete Ansätze oder Beispiele, wie Regionen Beschäftigte gewinnen oder halten könnten, etwa gelungene Initiativen oder Stimmen von Beteiligten. Solche praktischen Antworten würden den konstruktiven Wert deutlich erhöhen.
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