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Francois Hollande bereitet sein Comeback vor

In Frankreich bereitet Ex-Präsident François Hollande ein politisches Comeback vor. Der 72-jährige Sozialdemokrat, Staatschef von 2012 bis 2017, will bei der Präsidentschaftswahl im kommenden April antreten, „sofern die Lage es erfordert".

Gemeint ist die Favoritenrolle der Rechtsradikalen Marine Le Pen, die in Umfragen seit Monaten stabil bei rund 35 Prozent liegt. Endgültig entscheiden will Hollande nach eigenen Worten im Dezember.

Hollandes Kalkül: Le Pen gilt für die Stichwahl als gesetzt; die offene Frage ist, wer den Linksradikalen Jean-Luc Mélenchon – derzeit 16 Prozent – von Platz zwei verdrängt, denn ein Duell der beiden Radikalen würde Le Pen laut allen Umfragen gewinnen. Hollande wirbt mit Amtserfahrung, hat ein programmatisches Buch („Unir") veröffentlicht und bereits Räume für eine Kampagnenzentrale angemietet; der Vorwahl seiner eigenen Partei im Oktober verweigert er sich. Sein Programm zielt auf die Mitte: Rentenalter zunächst auf 63 Jahre, Mehrwertsteuer von 20 auf 24 Prozent bei null Prozent auf Energie und Grundnahrungsmittel, höhere Abgaben für Großerben, restriktivere Migrationspolitik.

Beliebtheit ist nicht Wahlerfolg: Auf die konkrete Wahlfrage sagten zuletzt nur sieben Prozent, sie würden für Hollande stimmen. Alle bisherigen Comeback-Versuche französischer Ex-Präsidenten sind gescheitert, zuletzt der von Nicolas Sarkozy. Erklärt ist die Kandidatur nicht, sie hängt an Hollandes Dezember-Entscheidung und daran, ob sich die Mitte überhaupt hinter einem Bewerber sammelt.

Im Oktober wählen Frankreichs Sozialdemokraten ihren offiziellen Kandidaten, als Favorit gilt der Europaabgeordnete Raphaël Glucksmann. Im Dezember will Hollande entscheiden, gewählt wird im April 2027. Amtsinhaber Emmanuel Macron darf nicht erneut antreten.

Konstruktiv 55/100✗ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Faktenreiche, nüchterne Analyse mit klar benannten Unsicherheiten, aber ohne lösungsorientierte Perspektive über den Wahlkampf hinaus.

Der Text arbeitet mit konkreten Zahlen zu Umfragewerten, Programmpunkten und Terminen und ordnet sie sauber ein. Stark ist, dass Grenzen offen benannt werden: die geringe Zustimmung bei der konkreten Wahlfrage, gescheiterte Comebacks früherer Präsidenten und die noch nicht erklärte Kandidatur. Was fehlt, ist eine Perspektive darauf, wie die beschriebenen Probleme angegangen werden könnten, etwa was aus vergleichbaren Wahlkämpfen gelernt wurde. Mehr Einordnung von Handlungsoptionen und Stimmen aus der Forschung oder von Beteiligten würden den Text konstruktiver machen.

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