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Raibo2 läuft einen Marathon mit einer Akkuladung

Ein vierbeiniger Roboter aus Südkorea hat einen kompletten Marathon mit einer einzigen Akkuladung zurückgelegt.

Raibo2 lief die 42,195 Kilometer am 17. November 2024 beim Sangju-Marathon in 4 Stunden 19 Minuten und 52 Sekunden, mitten unter menschlichen Teilnehmern. Wie das gelang, hat das Team des Korea Advanced Institute of Science and Technology am 23. September in Nature beschrieben. Zum Vergleich: Kommerzielle Vierbeiner laufen rund 90 Minuten.

Raibo2 wiegt 42 Kilogramm und verbrauchte auf der Strecke 1,28 Kilowattstunden. Die Restladung hätte für etwa 25 weitere Kilometer gereicht, zusammen also gut 65. Möglich wurde das durch leichtere Beine, verlustarme Motoren und eine mit maschinellem Lernen entwickelte Gangsteuerung, die Stöße, Rutschen und unnötige Gelenkbewegungen vermeidet. Beim Transportaufwand erreichte der Roboter 0,25 gegenüber 0,37 für den Menschen. Diese Kennzahl setzt Energie ins Verhältnis zu Gewicht und Strecke. Der Vierbeiner ANYmal kommt auf zwei Kilometer je Ladung.

Gesteuert wurde Raibo2 von einem Menschen. Die Robotikerin Katie Byl sagt, der Roboter laufe im Grunde blind. Erstautor Choongin Lee benennt den Zielkonflikt selbst: Mehr Autonomie kostet Strom. Der Kurs war asphaltiert, mit 286 Höhenmetern. Über Trümmer oder durch Industrieanlagen navigiert Raibo2 damit noch nicht selbstständig.

Die KAIST-Ausgründung Raion Robotics, gegründet 2023 vom Seniorautor der Studie, verkaufte im vergangenen Jahr neun Roboter und plant für 2026 fünfzig. Beim humanoiden Halbmarathon in Peking schaffte der Sieger 2025 die halbe Distanz nur mit drei Akkuwechseln.

Konstruktiv 88/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text schildert einen konkreten technischen Fortschritt mit vielen belastbaren Zahlen und benennt zugleich offen die Grenzen des Systems.

Der Beitrag zeigt, wie ein Laufroboter deutlich ausdauernder wurde, und erklärt die Gründe dafür: leichtere Beine, sparsamere Motoren, gelernte Gangsteuerung. Zahlen zu Laufzeit, Gewicht, Energieverbrauch und Vergleichswerten machen die Einordnung nachvollziehbar, Studie und Fachleute werden benannt. Auch die Schwächen kommen zur Sprache, etwa die Fernsteuerung durch einen Menschen, die fehlende Autonomie und die einfache Asphaltstrecke. Noch stärker wäre der Text mit einer Einschätzung, welchen praktischen Nutzen solche Roboter bald haben könnten und welche Hürden dafür bleiben.

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