Bronze beendet 26 Jahre Warten
Im letzten von elf Duellen besiegte das Team von Bundestrainer Jan Gustafsson am 27. September die Niederlande mit 2,5:1,5. Matthias Blübaum gewann die einzige entschiedene Partie; Vincent Keymer sowie Frederik und Rasmus Svane spielten remis. Deutschland wurde Dritter hinter Gastgeber Usbekistan und Indien.
Deutschland gewann neun der elf Mannschaftskämpfe und kam auf 18:4 Punkte in einem Feld von 206 Teams. Die als Nummer fünf gesetzte Auswahl schlug unter anderem die topgesetzten USA und als einzige Mannschaft den späteren Sieger Usbekistan. Niederlagen gab es gegen China und Indien. Frederik Svane blieb in elf Partien ungeschlagen und gewann mit 8,5 Punkten Einzelgold am dritten Brett. Indien holte bei gleicher Punktzahl wegen der besseren Feinwertung Silber.
Die 26 Jahre beziehen sich auf die letzte deutsche Mannschaftsmedaille in der offenen Sektion: Silber 2000 in Istanbul. Einzelne Brettmedaillen zählen in diesem Vergleich nicht. Auch der Name führt leicht in die Irre: Die Schacholympiade wird vom Weltverband FIDE ausgerichtet und gehört nicht zu den Olympischen Spielen. Das deutsche Frauenteam wurde 29.
Die nächste Schacholympiade ist vom 28. Oktober bis 11. November 2028 in Abu Dhabi geplant. Deutschland tritt dort nicht mehr nur als Außenseiter an: Nach EM-Silber 2023 ist Bronze in Samarkand das zweite große Mannschaftsergebnis dieser Spielergeneration.
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