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Bundesregierung legt Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien fest

Das Bundeskabinett hat am 23. September eine Roadmap für die schrittweise Abkehr von Kohle, Öl und Erdgas bis 2045 beschlossen. Umweltminister Carsten Schneider stellte sie am selben Tag bei der UN-Generalversammlung in New York vor.

Wie weit der Weg ist, zeigt eine Zahl: Fossile Energien deckten 2024 noch fast 65 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs. Netto 76 Milliarden Euro kosteten die Importe.

Auf den Primärenergieverbrauch bezogen sind es sogar rund 77 Prozent, weil Kohle fast nur in Kraftwerken verbrannt wird. 98 Prozent des Öls und 95 Prozent des Erdgases kommen aus dem Ausland, ebenso die gesamte Steinkohle; allein Braunkohle wird vollständig in Deutschland gefördert. Von den 76 Milliarden Euro Importkosten entfielen 2024 51 auf Öl, 19 auf Gas und rund fünf auf Kohle. Die Zahlen stammen von der AG Energiebilanzen. Die Roadmap setzt vor allem auf Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie.

Die oft genannten 55 Prozent Erneuerbare gelten nur für den Strom. Über alle Energie hinweg lag der Anteil 2025 bei 23,8 Prozent: 55,1 im Strom, 19,0 in der Wärme, 8,0 im Verkehr. Der Expertenrat für Klimafragen bezifferte im Mai die Lücke zum Ziel für 2030 auf 29,8 Millionen Tonnen CO2, die zum Ziel für 2040 auf 102,7 Millionen.

Die Roadmap ist kein Gesetz und nennt keine eigenen Ausstiegsdaten für Öl und Gas. Beim Wind kamen 2025 4,6 Gigawatt hinzu, nötig wären laut Bundesnetzagentur 9,4 pro Jahr. Genehmigt wurden im ersten Halbjahr 2026 allerdings 9,1 Gigawatt.

Konstruktiv 74/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text verbindet dichte, belegte Zahlen mit einem Lösungsansatz (Roadmap, Elektrifizierung) und benennt dessen Schwächen offen.

Der Beitrag arbeitet mit vielen konkreten Zahlen und nennt Quellen wie die AG Energiebilanzen, die Bundesnetzagentur und den Expertenrat für Klimafragen. Er beschreibt nicht nur das Problem der Importabhängigkeit, sondern verweist auf die Roadmap und die Elektrifizierung als Weg, und er sagt zugleich ehrlich, dass diese kein Gesetz ist und Ausstiegsdaten fehlen. Positiv ist auch der Hinweis auf die gestiegenen Windgenehmigungen. Mehr Gewicht bekäme der Text, wenn er ausführte, wie die genannten Lücken praktisch geschlossen werden könnten und wer dafür zuständig ist.

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