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Erstmals eine Frau an der Spitze der marokkanischen Regierung

König Mohammed VI. hat Fatima Ezzahra El Mansouri am 29. September zur ersten Regierungschefin von Marokko ernannt. Die bisherige Wohnungsbauministerin soll nach dem Wahlsieg ihrer Partei eine Koalition bilden.

Das ist ein politisches Novum in dem nordafrikanischen Königreich. Einen Machtwechsel bedeutet die Ernennung aber noch nicht: El Mansouri braucht Partner und muss ihre Ministerliste vom König billigen lassen, bevor die neue Regierung antreten kann.

El Mansouris Partei für Authentizität und Modernität, kurz PAM, gewann 97 der 395 Sitze und wurde stärkste Kraft. Für eine eigene Mehrheit reicht das nicht. Als Partner kommen vor allem die bisherigen Koalitionsparteien RNI und Istiqlal infrage. Die PAM hatte eine weitere Zusammenarbeit mit der RNI im Wahlkampf ausgeschlossen. El Mansouri erklärte danach jedoch, für die Verhandlungen gebe es keine roten Linien. Die Juristin war zuvor Ministerin und Bürgermeisterin von Marrakesch.

Der Einschnitt ist vor allem symbolisch. Marokko bleibt eine konstitutionelle Monarchie, in der Mohammed VI. weitreichende Befugnisse in der Außenpolitik, der Verteidigung und bei wichtigen Staatsämtern besitzt. Auch die schwache Beteiligung begrenzt das politische Mandat: Nur 38 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Nun beginnen die Koalitionsverhandlungen. Die neue Regierung soll steigende Lebenshaltungskosten und die Unzufriedenheit vieler junger Menschen angehen. Zugleich muss sie die letzten Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 organisieren.

Konstruktiv 68/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Nüchterner Bericht über einen politischen Fortschritt mit konkreten Zahlen und ehrlicher Einordnung der Grenzen, aber ohne Blick auf konkrete Lösungswege.

Der Text schildert eine Neuerung, die Ernennung einer Regierungschefin, und belegt sie mit klaren Zahlen wie 97 von 395 Sitzen und 38 Prozent Wahlbeteiligung. Er benennt offen, dass der Schritt vor allem symbolisch ist, weil der König weiter große Macht hat und das Mandat schwach ist. Es fehlen allerdings Hinweise darauf, wie die genannten Probleme wie steigende Lebenshaltungskosten angegangen werden sollen, und es kommen keine Stimmen von Fachleuten oder Betroffenen zu Wort. Konkrete Vorhaben, Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen und benannte Quellen würden den Text konstruktiver machen.

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