Erste deutsche Zeitfahr-Medaille seit zwölf Jahren
Die 26-Jährige brauchte für die 39,2 Kilometer 45,54 Sekunden länger als die Schweizerin Marlen Reusser, die an ihrem 35. Geburtstag ihren Titel verteidigte. Für Deutschland ist es die erste Medaille in dieser Disziplin seit zwölf Jahren.
Silber ging an die 21-jährige Britin Zoe Backstedt, 40,11 Sekunden hinter Reusser, die in 50:24,44 Minuten gewann. Koch lag nach ihrem Zieleinlauf zunächst vorn, bis Backstedt und Reusser später ins Ziel kamen. Ihre Bilanz 2026 ist ungewöhnlich: Nach sechs Jahren als Helferin wechselte sie zu FDJ United–SUEZ, gewann im April Paris–Roubaix und im Juni die deutschen Meisterschaften im Zeitfahren und im Straßenrennen. Es war erst ihr zweites WM-Zeitfahren; 2024 in Zürich wurde sie Fünfzehnte.
Das Tempo hielt Koch nicht durch: Bei Kilometer 10,7 lag sie drei Sekunden zurück, bei 29,8 schon 22. „Am Ende war wirklich nichts mehr im Tank", sagte sie selbst. Die Strecke war mit 220 Höhenmetern flach; entschieden wurde sie im Schlussanstieg. Die letzte deutsche Medaille in diesem Rennen holte Lisa Brennauer 2014 – damals war es Gold.
Antonia Niedermaier, zweimalige U23-Weltmeisterin im Zeitfahren, wurde mit 1:49 Minuten Rückstand Siebte. Am 22. September startet die Mixed-Staffel mit beiden, das Straßenrennen der Frauen folgt am 26. September über 180,4 Kilometer.
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