BASF sondiert eine Übernahme von Evonik
Entscheiden wird darüber die RAG-Stiftung: Sie hält 43,8 Prozent der Evonik-Aktien und bezahlt aus deren Erträgen die Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus, vor allem das Abpumpen von Grubenwasser. Ein Angebot liegt bisher nicht vor.
Die Stiftung verwaltet rund 17 Milliarden Euro und bezahlt daraus dauerhaft die Folgekosten des Bergbaus: 288 Millionen Euro waren es 2024, zurückgestellt sind 9,8 Milliarden. Ihr Evonik-Paket entspricht nach dem aktuellen Kurs gut einem Fünftel dieses Vermögens. Für sie zählt deshalb nicht nur der Preis, sondern ob ein Verkauf einen ebenso verlässlichen Ertragsstrom ersetzt. Evonik ist an der Börse rund 8,4 Milliarden Euro wert, einschließlich Schulden etwa zwölf Milliarden. BASF kommt auf rund 47 Milliarden.
Offen ist fast alles. Ein Angebot, ein Preis und eine Vereinbarung fehlen. Die RAG-Stiftung hat öffentlich keine einzige Bedingung genannt, und Evonik will den Vorgang nicht über die rechtlichen Pflichten hinaus kommentieren. Dazu käme die Fusionskontrolle der EU-Kommission. Eine öffentliche Einschätzung, ob eine solche Übernahme kartellrechtlich durchginge, gibt es bisher nicht.
Beide Konzerne bauen ohnehin um: Evonik streicht 3.200 Stellen bis 2029 und verkauft die Bereiche Oxeno und Syneqt, BASF bringt seine Agrarsparte bis Mitte 2027 teilweise an die Börse. Der nächste belastbare Schritt wäre ein formelles Angebot oder das Ende der Sondierungen.
Sehr faktenreicher, nüchterner Text mit klarer Benennung offener Fragen, aber ohne eigentliche Lösungs- oder Fortschrittsperspektive.
Der Text arbeitet mit vielen konkreten Zahlen, etwa zum Stiftungsvermögen, zu den Ewigkeitslasten und zu den Börsenwerten, und bleibt dabei sachlich. Besonders stark ist die ehrliche Einordnung dessen, was noch unklar ist: kein Angebot, kein Preis, keine Einschätzung zum Kartellrecht. Was fehlt, ist eine lösungsorientierte Perspektive, also etwa mögliche Wege, wie die Finanzierung der Bergbaufolgekosten langfristig gesichert werden könnte, oder Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen. Mit solchen Einordnungen und Stimmen von Fachleuten würde der Text deutlich konstruktiver.
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