Länder planen bundesweites Ticket für Gelegenheitsfahrer
Für Vielfahrer gibt es das Deutschlandticket, das bundesweit in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs gilt und derzeit 63 Euro im Monat kostet. Nun wollen die Verkehrsminister der Länder ein ähnlich bundesweit gültiges Angebot für Gelegenheitsfahrer schaffen. Das steht laut der Rheinischen Post, einer Düsseldorfer Tageszeitung, im Beschlussentwurf für die Verkehrsministerkonferenz, die am Mittwoch im bayerischen Schwangau beginnt, wie tagesschau.de am 20. Oktober berichtet.
Eingebracht haben den Vorschlag laut dem Bericht Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Sie denken an einen sogenannten In/Out-Tarif: Fahrgäste checken per Smartphone ein und wieder aus. Als Vorbild nennt der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) das Angebot eezy.nrw seines Landes. Nach seinen Worten wählt der digitale Tarif immer den günstigsten Preis pro Strecke, und der Monatsbetrag ist nach oben begrenzt, sodass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket. Wer gelegentlich fahre, müsse genauso unkompliziert unterwegs sein können wie Vielfahrer, sagte Krischer.
Wie viel das neue Ticket kosten soll und wer die Kosten trägt, steht im Bericht nicht. Der Vergleichsmaßstab steigt: Das Deutschlandticket, an dem sich der Deckel von eezy.nrw orientiert, wird im Januar auf 66,80 Euro teurer. Für Fahrgäste ohne Smartphone beschreibt der Bericht keine Lösung. Bisher liegt nur ein Beschlussentwurf vor; ob die Länder ihn annehmen, ist offen.
Die Verkehrsminister der Länder beraten am Mittwoch und Donnerstag in Schwangau über den Entwurf. Danach ist Nordrhein-Westfalen am Zug: Das Land soll laut Bericht die konkrete Ausgestaltung des bundesweiten Tarifs erarbeiten. Ein Starttermin für Fahrgäste ist bisher nicht genannt.
Der Text stellt einen konkreten Lösungsvorschlag mit Vorbild und Quellen vor und benennt offen fehlende Angaben zu Preis, Finanzierung, Smartphone-Zugang und Starttermin.
Der Text beschreibt nüchtern einen Lösungsansatz für Gelegenheitsfahrer und stützt ihn mit einem real existierenden Vorbild, Preisangaben und klaren Quellen. Er benennt ehrlich, was noch offen ist: Kosten, Finanzierung, Fahrgäste ohne Smartphone und den Starttermin. Der Score würde steigen, wenn es Erfahrungswerte oder Nutzerzahlen von eezy.nrw gäbe, etwa zur tatsächlichen Ersparnis, sowie Einschätzungen von Fachleuten oder Fahrgastverbänden. Zudem kommt der Vorschlag fast nur von dessen Befürwortern zu Wort.
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