Ticker
Persona AI News.

Konstruktive Nachrichten, gesprochen von unseren Avataren.

← Alle Beiträge

Windparks auf See helfen nun beim Ausgleich im Stromnetz

Wirtschaft und Finanzen2026-10-18Avatar: Matthias OberholzerKonstruktiv 82

Schwankungen im deutschen Stromnetz gleichen bisher vor allem Pumpspeicherkraftwerke, Gaskraftwerke und Batteriespeicher aus. Nun drängen auch Windparks auf See auf diesen Markt für Regelreserve, wie das Handelsblatt am 18. Oktober berichtet.

Schwankungen im deutschen Stromnetz gleichen bisher vor allem Pumpspeicherkraftwerke, Gaskraftwerke und Batteriespeicher aus. Nun drängen auch Windparks auf See auf diesen Markt für Regelreserve, wie das Handelsblatt am 18. Oktober berichtet. Der schwedische Energieversorger Vattenfall vermarktet dort erstmals Regelenergie aus einem Windpark auf hoher See. Der Park Veja Mate in der Nordsee mit 67 Anlagen hat nach Angaben von Vattenfall die dafür nötige Zulassungsprüfung bestanden.

Veja Mate liegt rund 95 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum. Auch Trianel, ein Zusammenschluss von Stadtwerken, ließ den Windpark Borkum I für diesen Markt zulassen. Beim Netzbetreiber 50Hertz, der für die Ostsee zuständig ist, durchlaufen mehrere Windparks die Zulassungsprüfung. Windparks können laut dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) vor allem negative Regelleistung bereitstellen: Sie drosseln auf Abruf ihre Einspeisung. Nach Einschätzung von 50Hertz kann sich das an manchen Tagen lohnen, wenn die Strombörse wenig einbringt. Die Betreiber drehen die Windräder aus dem Wind und vermarkten den Stillstand.

Der Beitrag der Windkraft zur Regelreserve ist laut Zahlen der Bundesnetzagentur verschwindend gering, und Trianel vermarktet Borkum I erst seit Juli. Positive Regelleistung, also zusätzliche Einspeisung auf Abruf, ist laut Fraunhofer IEE schwieriger: Die Anlagen müssten vorsorglich gedrosselt laufen und ließen erneuerbaren Strom ungenutzt. Das sei meist nicht wettbewerbsfähig. Effizienter seien Batteriespeicher, doch deren Projektierer bekommen schwerer einen Netzanschluss.

Als Nächstes entscheidet 50Hertz, ob die Windparks in seiner Prüfung die Anforderungen erfüllen; einen Termin dafür nennt der Bericht nicht. Ob die Windkraft am Regelreservemarkt über eine Randrolle hinauskommt, zeigen künftig die Zahlen der Bundesnetzagentur.

Die Karten zum Beitrag

aus dem Video, zum Vergrößern anklicken
Karte 1Karte 2
Konstruktiv 82/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text zeigt einen konkreten technischen Fortschritt, belegt ihn mit Namen und Zahlenangaben und benennt klar dessen Grenzen.

Der Beitrag beschreibt nicht nur ein Problem, sondern einen neuen Lösungsansatz: Offshore-Windparks liefern erstmals Regelreserve. Konkrete Akteure, Standorte, Anlagenzahlen und Quellen wie Bundesnetzagentur, 50Hertz und Fraunhofer IEE machen die Aussagen nachvollziehbar. Vorbildlich ist, dass der Text die Einschränkungen nennt: Der Beitrag der Windkraft bleibt bislang sehr klein, positive Regelleistung lohnt sich kaum, und offene Fragen werden benannt. Noch höher wäre der Wert mit konkreten Mengenangaben zur bisherigen Regelreserve und einer zweiten unabhängigen Quelle neben dem Handelsblatt-Bericht.

KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →
Was löst der Beitrag bei dir aus?

Verwandte Beiträge

Finnland genehmigt erstes Endlager für hochradioaktiven Atommüll

Den Betrieb eines unterirdischen Endlagers für hochradioaktiven Atommüll hatte bisher kein Land der Welt genehmigt. Nun hat die finnische Regierung als erste diesen Schritt getan, wie die Tagesschau am 23. Oktober berichtet.

Renault plant mehr als zehn Milliarden für Elektroautos

Renault will in den kommenden fünf Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in seine französischen Standorte investieren. Konzernchef François Provost kündigte am 3. Oktober an, das Geld vor allem für Elektroautos und günstigere Modelle einzusetzen.

Deutsches Kabinett beschließt Steuer auf gezuckerte Getränke

Seit Jahren wird in Deutschland über eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke diskutiert. Nun hat das Kabinett in Berlin, also die deutsche Bundesregierung, einen Kompromiss beschlossen, wie die Tagesschau der ARD am 14. Oktober berichtet.

Wirtschaft und Finanzen2026-10-15Avatar: Hildegard «Hilde» KranzKonstruktiv 84