Atommüll-Endlager: Weniger als fünf Prozent Deutschlands bleiben übrig
Die Bundesländer Hessen, Sachsen und Berlin sind aus der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll ausgeschieden. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung, eine Firma des Bundes, die den Standort sucht, hat die infrage kommende Fläche auf weniger als fünf Prozent Deutschlands eingegrenzt, wie spektrum.de am 27. Oktober berichtet. Nur dort hält die Gesellschaft den Untergrund für grundsätzlich geeignet. Im Jahr 2020 waren es noch knapp 54 Prozent.
Der damalige Bericht wies 90 Gebiete aus, in denen sich eine weitere Prüfung lohnen könnte. Das Saarland fiel schon damals heraus, Rheinland-Pfalz 2025. Die Fachleute prüfen anhand vorhandener Daten, ob das Gestein die hochradioaktiven Abfälle sicher einschließen kann; die Bundesgesellschaft, kurz BGE, nennt das repräsentative vorläufige Sicherheitsuntersuchungen. Infrage kommen Granit, Salz und Ton. Nach Angaben des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung muss mindestens 300 Meter Gestein über dem Lager liegen. Bergbaugebiete sowie Gegenden mit früherem Vulkanismus oder Erdbebengefahr scheiden aus.
Die veröffentlichten Arbeitsstände sind noch nicht verbindlich. Bisher zählen nur geologische Faktoren; wie nah ein Gebiet an Ballungszentren liegt, prüft das Verfahren erst später. Derzeit lagert der Atommüll in 16 oberirdischen Zwischenlagern. Der künftige Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten; geprüft wird das bisher nur anhand vorhandener Daten, ohne Erkundung vor Ort.
Ende 2027 wird die BGE konkrete Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Nach einer Prüfung durch Wissenschaftler und das Bundesamt entscheidet der Bundestag, welche Gebiete erkundet werden. Als Frist für die Standortsuche gilt spätestens das Jahr 2050.
Der Text zeigt mit Zahlen, Kriterien und Zeitplan einen nachvollziehbaren Fortschritt bei der Endlagersuche und nennt die Vorläufigkeit der Ergebnisse offen.
Der Text beschreibt sachlich, wie die Suche von rund 54 auf unter fünf Prozent der Fläche eingegrenzt wurde, und nennt Kriterien, Quelle und Zeitplan. Er benennt auch Grenzen: Die Arbeitsstände sind nicht verbindlich, die Nähe zu Ballungszentren fehlt noch, und vor Ort wurde nichts erkundet. Mehr Gewicht bekäme er mit Stimmen von Betroffenen oder Kritikern, einer Einordnung, ob der Zeitplan bis 2050 realistisch ist, und Hinweisen, wie sich die Öffentlichkeit beteiligen kann.
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