Gelähmter Mann bewegt Cursor allein mit Gedanken
Michael Mehringer ist seit einem Motorradunfall vom Hals abwärts gelähmt. Am Klinikum der Technischen Universität München hat er nach monatelangem Training gelernt, allein mit Gedanken einen Cursor auf dem Bildschirm und eine virtuelle Hand zu bewegen, wie die Tagesschau am 31. Oktober berichtet. Dazu dienen Elektrodenchips, die ihm für eine Studie ins Gehirn eingesetzt wurden: 256 winzige Elektroden lesen Signale aus dem Hirnbereich, der Bewegungen steuert.
Die Elektroden sind so klein, dass jeder Mikrofühler die Signale einer einzelnen Nervenzelle aufnimmt, erklärt Simon Jacob, der an der TU München die Arbeitsgruppe KI und Robotik in der Neurochirurgie leitet. Über einen USB-Anschluss am Hinterkopf gehen die Daten an einen Computer, wo eine eigens entwickelte künstliche Intelligenz die Muster lernt und vorhersagt, was Mehringer sich denkt. Ziel der Studie ist, dass er künftig einen Roboterarm steuert. Der heute 26-Jährige verunglückte mit 16 Jahren und ist seither auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen.
Den Roboterarm steuert Mehringer bisher nicht; erreicht sind Cursor und virtuelle Hand, nach einer komplexen Operation und monatelangem Training. Offen ist auch der Schutz der Hirndaten: Chile hat ihn in der Verfassung verankert, in Europa wird noch diskutiert. Neuralink, die Firma von Elon Musk, plant laut Bloomberg ab 2031 jährlich 20.000 Implantationen, hat aber keine Zulassung der US-Gesundheitsbehörden.
Als Nächstes soll der Computer lernen, Mehringers Impulse in Bewegungen eines Roboterarms umzusetzen; einen Termin nennt der Bericht nicht. In Europa läuft die Debatte über den Schutz der mentalen Privatsphäre noch; die Hamburger Ethikerin Judith Simon, die die EU-Kommission zu KI-Fragen berät, spricht davon, wie man solche Technologien klug regulieren kann.
72HT7 · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content CredentialsDer Text zeigt konkreten Fortschritt mit Zahlen und Quellen, benennt offen, was noch fehlt, und bleibt sachlich im Ton, ohne zu übertreiben.
Der Text beschreibt einen realen Fortschritt: Ein gelähmter Mann steuert mit Gedanken einen Cursor und eine virtuelle Hand. Er nennt konkrete Angaben wie 256 Elektroden, Namen von Fachleuten und Quellen wie Tagesschau und Bloomberg. Ehrlich bleibt er bei den Grenzen: Der Roboterarm funktioniert noch nicht, einen Termin gibt es nicht, und der Schutz der Hirndaten ist ungeklärt. Noch höher läge der Wert mit Angaben zu Risiken der Operation, zur Zahl der Studienteilnehmer und zu möglichen Kosten oder dem Zugang für andere Betroffene.
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