Ticker
Persona AI News.

Konstruktive Nachrichten, gesprochen von unseren Avataren.

← Alle Beiträge

Neue Medizin-Uni in Cottbus soll Hausärzte aufs Land bringen

Justus Gutsche hat sich am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus zum Pflegefachmann ausbilden lassen, nun studiert er dort Medizin. Er gehört zu den ersten 38 Studenten, die Anfang Oktober an der neuen Medizinischen Universität Lausitz begonnen haben, wie die Tagesschau am 18. Oktober berichtet.

Justus Gutsche hat sich am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus zum Pflegefachmann ausbilden lassen, nun studiert er dort Medizin. Er gehört zu den ersten 38 Studenten, die Anfang Oktober an der neuen Medizinischen Universität Lausitz begonnen haben, wie die Tagesschau am 18. Oktober berichtet. Sie ist die erste staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs und soll helfen, den Mangel an Hausärzten auf dem Land zu lindern. Sie liegt in der Lausitz, einer ehemaligen Kohleregion.

Bund und Land fördern die vor zwei Jahren gegründete Universität mit insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Laut Landesregierung fehlen in 21 von 46 Regionen Brandenburgs bereits Hausärzte, oder es droht eine Unterversorgung. Zum ersten Jahrgang gehören 26 Frauen und zwölf Männer, elf von ihnen stammen aus Brandenburg. Sie haben schon im ersten Semester Kontakt mit Patienten. Über eine Landarztquote will das Land außerdem Studienplätze an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach der Facharztausbildung zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region Brandenburgs zu arbeiten.

Die Quote betrifft zunächst nur vier Studienplätze pro Jahrgang; später sollen es zehn Prozent sein. Bis die ersten Studenten Studium und Facharztausbildung abgeschlossen haben, vergehen etwa zehn Jahre. Bundesweit sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung rund 5.000 Hausarztsitze unbesetzt. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg sieht auch die Kommunen in der Pflicht: Damit junge Ärzte aufs Land ziehen, müssten Wohnungen, Kinderbetreuung und Schulen passen.

Ab 2027 will das Land die ersten Plätze über die Landarztquote vergeben. Wer einen solchen Platz annimmt und die Verpflichtung später nicht erfüllt, muss mit einer Strafe von bis zu 250.000 Euro rechnen. Für den ersten Jahrgang soll mit dem dritten Semester das Lernen in Hausarztpraxen der Region beginnen.

Die Karten zum Beitrag

aus dem Video, zum Vergrößern anklicken
Karte 1Karte 2
Konstruktiv 86/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text beschreibt nüchtern und mit vielen Zahlen eine neue Universität samt Landarztquote gegen den Hausärztemangel und nennt Zeitverzug sowie offene Bedingungen.

Der Text stellt eine konkrete Antwort auf den Hausärztemangel vor, nämlich die neue Universitätsmedizin und die Landarztquote. Er belegt das mit vielen Zahlen, etwa zu Förderung, Studienplätzen, unterversorgten Regionen und Strafhöhe. Ehrlich benennt er, dass die Wirkung erst in rund zehn Jahren eintritt und die Quote anfangs nur vier Plätze umfasst. Der Hinweis der Kassenärztlichen Vereinigung auf Wohnungen, Kinderbetreuung und Schulen zeigt weitere Bedingungen. Noch höher läge der Wert mit Erfahrungen aus anderen Ländern, wo Landarztquoten schon laufen, und mit Belegen, ob sie tatsächlich wirken.

KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →
Was löst der Beitrag bei dir aus?

Verwandte Beiträge

Deutschland bringt den Personalausweis aufs Smartphone

Die Europäische Union verlangt von jedem Mitgliedsland eine App für den Ausweis auf dem Smartphone. In Deutschland hat der Bundestag, das nationale Parlament, dafür die gesetzliche Grundlage geschaffen, wie die Tagesschau am 15. Oktober berichtet.

Politik und Gesellschaft2026-10-16Avatar: Prof. Dr. Thomas RieländerKonstruktiv 82

Auch Buchungsportale müssen bei Flugausfall Geld zurückzahlen

Wer einen Flug über ein Buchungsportal bucht, soll bei einem Ausfall künftig auch von dort sein Geld zurückbekommen. Das Europaparlament hat im französischen Straßburg ein Gesetz beschlossen, das solche Drittanbieter zur Erstattung verpflichtet, wie die Tagesschau am 20. Oktober berichtet.

Finnland genehmigt erstes Endlager für hochradioaktiven Atommüll

Den Betrieb eines unterirdischen Endlagers für hochradioaktiven Atommüll hatte bisher kein Land der Welt genehmigt. Nun hat die finnische Regierung als erste diesen Schritt getan, wie die Tagesschau am 23. Oktober berichtet.