Höchstes Windrad der Welt steht in der Lausitz
Ein Schild zum Windrad gibt es nicht, nur ein Plakat der Baufirma Gicon. Trotzdem pilgern Ausflügler bei Schipkau in der brandenburgischen Lausitz zu einer Anlage, die gerade fertig geworden ist: Mit 365 Metern ist sie das höchste Windrad der Welt, wie der MDR am 24. Oktober berichtet. Gicon will damit den stärkeren Wind in großer Höhe nutzen, den die Reibung am Boden weniger bremst.
Allein der Bau kostete 25 Millionen Euro, ein normales Windrad kostet laut MDR grob sechs Millionen. Weil kein Kran so hoch reicht, fuhr Gicon den Turm mit einem Hubsystem aus und hob Generator und Rotoren langsam nach oben; eine Gitterkonstruktion soll den Windwiderstand klein halten. Dass in der Höhe genug Wind weht, hat die Firma nach eigenen Angaben ein Jahr lang mit einem Messmast geprüft. Der Meteorologe Stefan Emeis schätzt anhand dieser Messungen einen um rund 63 Prozent höheren Energieertrag.
Vorerst arbeitet eine Turbine mit 3,8 Megawatt, so stark wie die normalen Windräder ringsum; ausgelegt ist der Turm laut Gicon für 8 Megawatt. Der Bau wurde als Forschungsprojekt erheblich gefördert. Ob sich solche Anlagen über ihre Lebensdauer rechnen und den Belastungen in dieser Höhe standhalten, muss sich nach Einschätzung der Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erst zeigen.
Im November soll das Windrad in Betrieb gehen; laut MDR könnte es die erste dauerhafte Nutzung von Höhenwind werden. Erst der Betrieb zeigt, ob die gemessenen Werte halten. Gicon hat bereits in Nordrhein-Westfalen Wind gemessen, in Mecklenburg-Vorpommern sind weitere Messungen geplant.
Der Text beschreibt eine technische Neuerung mit konkreten Zahlen und Quellen und benennt offen, dass Wirtschaftlichkeit und Haltbarkeit noch ungeklärt sind.
Der Text stellt einen möglichen Fortschritt bei der Windenergie vor und stützt ihn mit Zahlen zu Höhe, Kosten, Leistung und erwartetem Mehrertrag. Er nennt Quellen wie MDR, den Meteorologen Emeis und die Ökonomin Kemfert und lässt auch Skepsis zu Wirtschaftlichkeit und Belastbarkeit zu. Der Ton bleibt sachlich. Noch höher läge der Wert, wenn unabhängige Messdaten oder Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb vorlägen und der Ertragsvergleich stärker von der Herstellerangabe getrennt wäre.
KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →




