Digitalgipfel: Deutschland bleibt bei KI von den USA abhängig
„Wir sind ausverkauft“, sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) über den Digitalgipfel der Bundesregierung, der am 2. November in Berlin begonnen hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland und Europa bei Künstlicher Intelligenz mitreden können. Die Berliner Denkfabrik Agora Digitale Transformation zählt im Bundeshaushalt rund 800 Millionen Euro für KI-Projekte. Allein die US-Konzerne Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta investieren laut Agora in diesem Jahr 655 Milliarden Euro in KI.
Die Bundesmittel entsprechen laut Agora 0,15 Prozent des Bundesetats, die Ausgaben der US-Konzerne übersteigen sogar den gesamten Bundeshaushalt. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, sieht Deutschland abhängig von importierten Basismodellen, den großen Modellen hinter ChatGPT, Claude oder DeepSeek. Abgefahren sei der Zug trotzdem nicht: „Der KI-Zug fährt schnell, aber macht immer wieder Zwischenstationen.“ Als Ansätze nennt der Bericht KI in Fabriken, Robotern und Fahrzeugen, mehr Grundlagenforschung und Partnerschaften außerhalb der USA, etwa zwischen dem kanadischen Unternehmen Cohere und Aleph Alpha aus Heidelberg.
Wie viel sich seit dem letzten Gipfel vor einem Jahr bewegt hat, ist umstritten. Agora-Geschäftsführer Stefan Heumann sagt, viel passiert sei nicht, die Abhängigkeiten seien gestiegen. Wildberger hält Geld nicht für das einzige Problem und sieht Aufholbedarf beim „Mindset“. Neue Fördersummen nennt der Bericht nicht. Die Haushaltszahl ist eine eigene Auszählung von Agora, keine Angabe der Regierung.
Zu den Gästen des zweitägigen Gipfels zählen die Digitalminister aus Frankreich, den Niederlanden und Kanada; auch Bundeskanzler Friedrich Merz soll vorbeischauen. Wildberger erwartet für die kommenden Monate viel Arbeit.
E4MRU · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content CredentialsDer Text liefert belegte Zahlen, benennt Lösungsansätze und kennzeichnet Unsicherheiten und Streit, bleibt bei den Lösungen aber vage und ohne Wirkungsnachweis.
Der Text nennt konkrete Zahlen mit Quelle, etwa 800 Millionen Euro Bundesmittel gegenüber 655 Milliarden Euro der US-Konzerne, und weist offen darauf hin, dass die Haushaltszahl eine eigene Auszählung von Agora ist. Er zeigt Ansätze wie KI in Fabriken und Fahrzeugen, mehr Grundlagenforschung und internationale Partnerschaften, und er lässt unterschiedliche Einschätzungen zu Wort kommen. Es fehlt aber an Belegen, ob diese Ansätze wirken, und neue Fördersummen oder konkrete Vorhaben werden nicht genannt. Der Score würde steigen, wenn ein Beispiel mit messbarem Erfolg oder ein klarer Zeitplan der Maßnahmen beschrieben würde.
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