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Quantennetz überträgt verschlüsselte Daten von Berlin nach Bayern

Noch vier Jahre, dann wird es sehr riskant: So schätzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik laut dem Erlanger Physiker Christoph Marquardt die Lage ein. Gemeint sind Quantencomputer, die jede herkömmliche Verschlüsselung knacken könnten.

Noch vier Jahre, dann wird es sehr riskant: So schätzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik laut dem Erlanger Physiker Christoph Marquardt die Lage ein. Gemeint sind Quantencomputer, die jede herkömmliche Verschlüsselung knacken könnten. Am 28. Oktober 2026 wurde mit QuNET ein vom Bundesforschungsministerium beauftragtes Netz in der Praxis getestet, das solchen Angriffen standhalten soll. Mit Quantentechnik verschlüsselte Daten liefen dabei von Berlin über Thüringen nach Bayern.

Entwickelt wird QuNET im Auftrag des Bundesforschungsministeriums; beteiligt sind Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, des DLR, des Forschungszentrums für Luftfahrt und Raumfahrt, sowie die Universität Erlangen-Nürnberg. Das Netz schaltet kleinere Quantennetze in Berlin, Thüringen und Bayern zusammen. Lichtteilchen, sogenannte Photonen, laufen durch gewöhnliche Glasfaserkabel; aus ihrem Zustand erzeugen Sender und Empfänger einen gemeinsamen Schlüssel. Wer mithört, verändert diesen Zustand; Sender und Empfänger bemerken das und können neu starten. Solche Schlüssel lassen sich laut Andreas Reiserer, Professor an der Technischen Universität München, nicht kopieren.

Glasfasern schlucken die Photonen unterwegs; nach ein paar hundert Kilometern kommt laut Reiserer nichts mehr an. QuNET überbrückt das mit Zwischenstationen, in denen der Schlüssel in einen gewöhnlichen digitalen Schlüssel umgewandelt wird. Damit fehle die durchgehende Sicherheit von Sender bis Empfänger, kritisiert Reiserer; für hochsensible Anwendungen biete das nicht das gewünschte Sicherheitsniveau.

Ohne Entschlüsselung unterwegs soll eine andere Technik auskommen: Reiserer arbeitet an Quantenrepeatern, die Quanteninformation unterwegs verstärken, ähnlich wie ein WLAN-Repeater zu Hause. Offen ist, wie sich viele Photonen zugleich verschicken und einzelne Lichtteilchen in großer Zahl erzeugen lassen. Er hält einen Erfolg „eines Tages“ für möglich.

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Konstruktiv 82/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text beschreibt einen konkreten Praxistest gegen eine absehbare Bedrohung, nennt Beteiligte und Funktionsweise und benennt offen die Schwächen sowie ungelöste Forschungsfragen.

Der Text stellt ein Problem dar, die drohende Entschlüsselung durch Quantencomputer, und zeigt mit QuNET einen realen Lösungsansatz samt Praxistest, Datum und beteiligten Instituten. Besonders stark ist die ehrliche Einordnung: Ein Experte kritisiert, dass die durchgehende Sicherheit fehlt, und die Quantenrepeater werden als offene Forschungsfrage beschrieben. Der Score könnte steigen, wenn mehr Zahlen genannt würden, etwa zu Entfernungen, Kosten oder Zeitplänen, und wenn der Text die Quelle der Vier-Jahres-Einschätzung direkter belegen würde.

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