Trockener Sommer lässt in Hessen junge Bäume absterben
In den Wäldern bei Nidda in der Wetterau, einer Region nördlich von Frankfurt, hängen braune Blätter an jungen Eichen, lange vor der Herbstfärbung. Ursache ist die Trockenheit des Sommers, in Hessen der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Gemeindewald von Langgöns bei Gießen sind laut dem zuständigen Förster rund 80 Prozent der neu gepflanzten Bäume abgestorben, wie die Hessenschau am 22. Oktober berichtet.
Der Landesbetrieb HessenForst meldet teils erhebliche Ausfälle in frisch angelegten Kulturen, also neu bepflanzten Flächen, vor allem auf trockenen Standorten mit dünnem Boden. Landesweit beobachtet er lichte Kronen und vertrocknende Äste, besonders bei der Buche, der wichtigsten Laubbaumart Hessens. Bei Nidda trifft es auch über hundert Jahre alte Buchen. Eine neue Kultur kostet laut Christian Raupach vom Hessischen Waldbesitzerverband mehrere Zehntausend Euro pro Hektar. Die Förster setzen auf natürliche Verjüngung, denn viele Bäume bilden derzeit außergewöhnlich viele Samen. Wo nötig, stellen sie junge Bäume frei und jagen gezielt Wild.
Wie groß der Schaden landesweit ist, steht nicht fest. Bei älteren Bäumen zeigen sich Dürreschäden laut HessenForst oft erst im Folgejahr oder über mehrere Jahre. Ob die Eichen bei Nidda im Frühjahr wieder austreiben, ist offen. Viele Flächen waren schon nach den Dürrejahren seit 2018 neu bepflanzt worden; viele Eigentümer können sich laut Raupach Firmen dafür nicht mehr leisten.
Im November veröffentlicht HessenForst seinen jährlichen Waldzustandsbericht mit den Auswertungen, die derzeit noch laufen. Vieles wird sich erst im Frühjahr zeigen, wenn die Bäume austreiben. Schon jetzt müssen geschädigte Bäume früher gefällt werden als geplant, und die Förster bei Nidda wollen weiter mit neuen Baumarten experimentieren.
Sachlicher, gut belegter Bericht über Dürreschäden im Wald, der Ansätze wie natürliche Verjüngung nennt und offene Fragen ehrlich benennt, Lösungen aber nur knapp ausführt.
Der Text stützt sich auf konkrete Angaben wie 80 Prozent Ausfall in Langgöns, Kosten von mehreren Zehntausend Euro pro Hektar und benannte Quellen wie HessenForst und den Waldbesitzerverband. Er nennt Ansätze wie natürliche Verjüngung, das Freistellen junger Bäume, gezielte Jagd und das Ausprobieren neuer Baumarten. Offene Fragen werden ehrlich benannt: Das Ausmaß der Schäden und das Austreiben der Eichen im Frühjahr sind noch unklar. Der Score würde steigen, wenn die Lösungen genauer erklärt würden, etwa mit Erfahrungen aus Flächen, wo natürliche Verjüngung oder neue Baumarten bereits funktioniert haben.
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