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Blasenkrebs: Neue Kombination schlägt den bisherigen Standard

Eine Kombination aus dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab-Vedotin und der Immuntherapie Pembrolizumab hat in einer großen Studie bei muskelinvasivem Blasenkrebs die bisherige Standard-Chemotherapie übertroffen.

Neue Krebstherapien werden häufig zuerst dort geprüft, wo die bisherige Behandlung nicht möglich ist. Die Studie KEYNOTE-B15 wählte den schwierigeren Vergleich: Alle 808 Teilnehmer mit operablem, muskelinvasivem Blasenkrebs waren für Cisplatin geeignet. Trotzdem schnitt die Kombination aus Enfortumab-Vedotin (Padcev) und Pembrolizumab (Keytruda) besser ab als die Chemotherapie.

Die Kombination wurde vor und nach der Entfernung der Blase gegeben. Die Vergleichsgruppe erhielt Gemcitabin und Cisplatin vor der Operation. Nach zwei Jahren waren 79,4 Prozent der Kombinationsgruppe ohne Krankheitsereignis, gegenüber 66,2 Prozent in der Kontrollgruppe, ein Unterschied von 13,2 Prozentpunkten. Das Risiko eines Ereignisses sank um 47 Prozent, das Sterberisiko um 35 Prozent. Die Überlebensrate nach zwei Jahren lag bei 86,9 gegenüber 81,3 Prozent. Bei 55,8 Prozent fand sich nach der Behandlung kein lebensfähiger Tumor mehr im Operationspräparat; unter Chemotherapie waren es 32,5 Prozent. Die Studie lief mit 405 Patienten je Gruppe, die mittlere Beobachtungszeit betrug 33,6 Monate.

Nebenwirkungen vom Schweregrad 3 oder höher traten bei 75,7 Prozent der Kombinationsgruppe auf, gegenüber 67,2 Prozent unter Chemotherapie. Zu den bekannten Risiken gehören Hautreaktionen, Nervenschäden und immunbedingte Komplikationen. Das Ergebnis gilt zunächst nur für operationsfähige und cisplatinfähige Patienten. Die Studie war nicht verblindet und wurde von den Herstellern MSD, Astellas und Pfizer finanziert. Ob der Vorteil über fünf Jahre hält, ist offen. Was die Kombination in Europa kosten wird, ist nicht bekannt; beide Wirkstoffe zählen zu den teuren Krebsmedikamenten.

In den USA ist die Kombination seit dem 10. Juli 2026 für diese Patientengruppe zugelassen. In Europa entscheidet die Arzneimittelagentur EMA über die Zulassung; einen Zeitplan haben die Hersteller nicht genannt. Die Studie ist unter der Nummer NCT04700124 registriert.

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Konstruktiv 92/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

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