Amazonas verliert so wenig Regenwald wie nie zuvor gemessen
Seit 1988 zeichnet Brasilien auf, wie viel Regenwald im Amazonasgebiet verloren geht. So wenig wie zuletzt war es noch nie, teilte die Regierung des südamerikanischen Landes mit, wie die Tagesschau am 17. Oktober berichtet. Laut offiziellen Satellitendaten verlor der Regenwald zwischen August 2025 und Juli 2026 eine Fläche von 3.335 Quadratkilometern. Das sind fast 42 Prozent weniger als im Jahr davor.
Die Regierung wertet die Zahlen als Erfolg von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der die Abholzung erneut eindämmen will. Seit 2023 sei sie unter ihm insgesamt um 71 Prozent zurückgegangen. Damit sei der Anstieg unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro umgekehrt: In dessen Amtszeit von 2019 bis 2022 stieg die Abholzung laut offiziellen Angaben um rund 60 Prozent; mehr als 45.000 Quadratkilometer Regenwald wurden gerodet. Der Schutz des Amazonas gilt als wichtig für den Klimaschutz, weil der Regenwald große Mengen Treibhausgase aufnimmt.
Die Zahlen und ihre Deutung stammen von einer Regierung mitten im Wahlkampf; eine unabhängige Einschätzung enthält der Bericht der Tagesschau nicht. Offen ist auch der Abstand zum Ziel: Lula will die illegale Abholzung bis 2030 auf null senken. Wie viel der verlorenen Fläche illegal gerodet wurde, geht aus den Angaben aber nicht hervor.
Ende des Monats entscheidet eine Stichwahl, wer Brasilien künftig regiert. Lula tritt gegen Flávio Bolsonaro an, den Sohn seines Vorgängers; in der ersten Wahlrunde war Lula überraschend hinter ihm gelandet. Der Sieger bestimmt auch, wie es mit dem Schutz des Regenwalds weitergeht.
Der Text verbindet einen konkreten Fortschritt mit präzisen Zahlen und benennt ausdrücklich Quellenabhängigkeit und offene Fragen.
Der Bericht zeigt einen messbaren Erfolg beim Waldschutz und belegt ihn mit Satellitendaten, Flächenangaben und Vergleichswerten über mehrere Amtszeiten. Zugleich weist er offen darauf hin, dass die Zahlen von einer Regierung im Wahlkampf stammen, dass eine unabhängige Einordnung fehlt und dass unklar bleibt, welcher Anteil der Rodung illegal war. Der Ton bleibt sachlich und ordnet den politischen Zusammenhang ein. Noch stärker wäre der Text mit einer unabhängigen Stimme aus Forschung oder Umweltorganisationen und einem Hinweis darauf, welche Maßnahmen konkret zum Rückgang beigetragen haben.
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