Nach den Waldbränden treiben die ersten Eichen wieder aus
Aus dem verbrannten Boden am Rotenfels, einem Felsmassiv über der Nahe, treiben die ersten kleinen Eichen wieder aus. Am 27. Juni war hier, bei Traisen im Kreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz, ein Waldbrand ausgebrochen, der laut Forstamt 35 Hektar erfasste. Explodierende Weltkriegsmunition erschwerte das Löschen im Naturschutzgebiet. Wie der SWR am 26. Oktober berichtet, sehen die Förster in den Trieben ein Zeichen, dass sich der Wald erholen kann.
Lorenz Berger vom Forstrevier Nahe will die Fläche vor allem sich selbst überlassen und nur ergänzend pflanzen: französischen Ahorn, Esskastanie und mediterrane Eichenarten, die als hitze- und trockentolerant gelten. Die Setzlinge brauchen Zäune, denn das einzig Grüne auf der Fläche wird derzeit gefressen. Bei Langscheid im Kreis Mayen-Koblenz brannten am 14. August 50 Hektar Wald und Wiesen, bei Reichenbach im Kreis Birkenfeld waren von rund 22 Hektar Brandfläche nur drei Hektar Wald. Dort sind die Eichen fast alle wieder ausgetrieben.
Ob die grünen Bäume durchhalten, ist offen: Berger zufolge werden nicht alle überleben, und seit dem Brand hat es wenig geregnet. Bei Reichenbach soll erst gepflanzt werden, wenn der Boden wieder Nährstoffe hat; das kann laut Forstamt ein, zwei Jahre dauern. Bei Langscheid liegen 90 Prozent der rund 30 Hektar Wald in Privatbesitz, dort berät das Forstamt die Eigentümer.
Im kommenden Frühjahr wird sichtbar, welche Bäume überlebt haben. Dann will Jonas Nick vom Forstamt Ahrweiler im Gemeindewald bei Langscheid abgestorbene Bäume entnehmen, einen Teil aber als Totholz für Vögel und Insekten stehen lassen. Danach pflanzt er Traubeneiche, Hainbuche und etwas Lärche, geschützt gegen Wild.
Der Text zeigt mit konkreten Zahlen, Orten und Quellen, wie Förster Brandflächen wiederbewalden, und benennt offen Risiken wie Trockenheit, Wildverbiss und unsichere Überlebensraten.
Der Text beschreibt nicht nur die Waldbrände, sondern auch konkrete Antworten: natürliche Erholung, ergänzende Pflanzung hitzetoleranter Arten, Zäune gegen Wildfraß und Totholz als Lebensraum. Er stützt sich auf genaue Angaben zu Flächen, Daten und Zuständigen und nennt den SWR als Quelle. Auch Grenzen werden ehrlich benannt: Nicht alle Bäume werden überleben, es ist zu trocken, und Pflanzungen müssen teils Jahre warten. Noch höher läge der Wert mit Belegen dafür, wie gut die gewählten Baumarten oder ähnliche Projekte andernorts tatsächlich funktioniert haben.
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