Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren bei Toledo: 64 Tote
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Vormittag des 28. Oktober 2026 in der spanischen Provinz Toledo zusammengestoßen. Nach Angaben der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha starben 64 Menschen. Der Unfall ereignete sich laut Medienberichten kurz vor 9 Uhr auf freier Strecke zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz, etwa 150 Kilometer südlich von Madrid. Ein Zug soll von hinten auf den anderen aufgefahren sein. Das berichtet zdfheute.de am selben Tag.
An Bord der beiden Züge waren laut Behördenangaben insgesamt 544 Menschen, 397 davon im Zug der staatlichen Bahn Renfe, der auf den Zug des privaten Anbieters Iryo auffuhr. Dort saßen 146 Personen und ein Baby. Die Zahl der Verletzten liegt nach spanischen Behördenangaben bei über 170. Zwei Waggons eines Zuges stürzten laut dem Fernsehsender RTVE einen Bahndamm hinunter. Der Netzbetreiber Adif unterbrach den Verkehr zwischen Madrid und Andalusien in beide Richtungen.
Die Ursache ist unklar. Die spanische Regierung sprach nach Angaben von ZDF-Korrespondent Carsten Thurau schnell von einem „menschlichen Fehler“, belegt ist das nicht. Eine Zeugin berichtete von einer Vollbremsung des auffahrenden Renfe-Zuges. Die Lage sei unübersichtlich, die Opferzahlen stammen aus Behördenangaben, und die Meldung nennt noch keine Ermittlungsergebnisse. Im Januar starben bei Adamuz 46 Menschen.
Als Nächstes stehen die Ermittlungen zur Unfallursache an. Einen Termin für Ergebnisse nennt die Quelle nicht. Offen ist auch, wann der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wieder aufgenommen wird; dazu liegt bislang keine Angabe des Netzbetreibers Adif vor.




