Hera fotografiert Asteroid und Mond erstmals getrennt
Die Nasa-Sonde Dart, ein Testgerät der US-Raumfahrtbehörde, ist absichtlich in einen Asteroidenmond gerast, um seine Bahn zu verändern. Nun hat die europäische Sonde Hera, die die Folgen untersuchen soll, im Anflug auf das Asteroidenpaar beide erstmals getrennt fotografiert. Auf der Aufnahme vom 18. Oktober ist neben dem 780 Meter großen Asteroiden Didymos auch sein 151 Meter messender Mond Dimorphos als Bildpunkt zu erkennen. Das teilte die Europäische Weltraumagentur Esa mit.
Die Aufnahme entstand mit der Bordkamera Asteroid Framing Camera aus 1.280 Kilometern Entfernung, zwischen Bremsmanövern. Seither bewegt sich Hera relativ zu den Asteroiden nur mit 20 Metern pro Sekunde. Gestartet war die Sonde 2024, um nachzuholen, was Dart nicht mehr messen konnte: Die Nasa-Sonde wurde beim Einschlag am 27. September 2022 zerstört. Der Aufprall veränderte die Bahn der Asteroiden umeinander und ihre Umlaufbahn um die Sonne. Getestet wurde damit, ob sich gefährliche Asteroiden so von einem Kollisionskurs mit der Erde ablenken lassen. Gesteuert wird Hera vom Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt.
Was der Einschlag auf Dimorphos angerichtet hat, ist noch offen. Auf dem Foto ist der Mond nur ein einzelner Bildpunkt. Das Team will klären, ob dort ein Krater entstanden ist oder ob der Himmelskörper insgesamt verformt wurde. Detaillierte Aufnahmen sind erst nach der Ankunft geplant, zunächst aus sicheren 25 bis 30 Kilometern Abstand.
Am 4. November soll Hera bei den Asteroiden ankommen, am 25. November will die Esa erste detaillierte Bilder von Dimorphos veröffentlichen. Anfang 2027 soll die Sonde zwei Cubesats aussetzen, kleine Satelliten im Würfelformat; einer soll auf Dimorphos landen. Später will sich Hera bis auf einen Kilometer nähern.
Sachlicher Bericht mit vielen konkreten Zahlen und Zeitplan, benennt offene Fragen zum Einschlag, bleibt aber überwiegend Fortschrittsmeldung ohne Einordnung des Nutzens.
Der Text berichtet nüchtern über einen Schritt der Asteroidenabwehr-Forschung und stützt sich auf genaue Angaben wie Größen, Entfernung, Geschwindigkeit und Termine. Er sagt auch klar, was noch unbekannt ist: ob der Einschlag einen Krater hinterließ oder den Mond verformte. Es fehlt eine Einordnung, wie viel diese Messungen für einen echten Ernstfall bedeuten und welche Grenzen die Methode hat. Mehr Kontext zur Übertragbarkeit auf andere Asteroiden oder eine unabhängige Stimme würden den Wert erhöhen.
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