Gen-Z-Proteste: Nachmittags friedlich und abends Krawalle
Nachmittags friedlicher Protest, abends Krawall: Nach Angaben der Organisatoren demonstrierten am Samstag etwa 120.000 Menschen bei Protesten der Initiative „Gen Z regelt“ in zahlreichen deutschen Städten, wie der Deutschlandfunk am 1. November berichtet. Sie forderten mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und mehr Klimaschutz. Am Abend kam es in Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Köln zu Ausschreitungen; Wasserwerfer kamen zum Einsatz.
Die Initiative rief ausdrücklich zu Protest ohne Gewalt auf; „GenZ“ meint die heute 14- bis 29-Jährigen. Demonstriert wurde in mehr als 30 Städten. In Köln kam es rund um Dom und Hauptbahnhof zu Krawallen, in Frankfurt schlugen Randalierer Schaufensterscheiben ein und plünderten Geschäfte. Reporter berichten, die Angriffe stammten wohl eher von vielen kleinen Gruppen als von Teilnehmern der Demonstrationszüge. Hessens Innenminister Poseck von der CDU kündigte an, Straftaten konsequent zu verfolgen. Die SPD-Bundestagsfraktion forderte einen nationalen Bildungsgipfel von Bund, Ländern und Kommunen.
Die 120.000 sind eine Angabe der Organisatoren; Festnahmen, Verletzte oder Schäden nennt die Meldung nicht. Wer die Randale verübte, ist offen: Reporter berichten von vielen kleinen Gruppen, Kölns Polizeipräsident Hermanns spricht von Extremisten, Belege nennt die Meldung nicht. Der Bildungsgipfel bleibt eine Forderung der SPD; ob Bundesbildungsministerin Prien von der CDU eine Initiative startet, ist offen.
Die Initiative ruft zu weiteren Demonstrationen am 14. November auf und will sich am 20. November an den europaweiten Protesten beteiligen. Für diesen Tag hat ein breites Bündnis, darunter die Bundesschülerkonferenz, zu einem Internationalen Jugendstreiktag aufgerufen.
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