Okertalsperre im Harz fällt auf Rekordtief
Auf der Okertalsperre, einem Stausee bei Goslar im Westharz, ruht die Schifffahrt. Der See ist mit weniger als 17 Prozent Füllmenge so gut wie leer, wie der MDR am 30. Oktober berichtet; so tief stand er noch nie. Ein trockener Sommer, ein Winter mit wenig Schnee und Regen und ein weiterer heißer Sommer ließen den Pegel sinken. Zudem gibt die Talsperre laufend Wasser an andere Trinkwassertalsperren ab.
Im Ostharz ist die Lage eine andere. Die Rappbodetalsperre in Sachsen-Anhalt fasst rund 90 Millionen Kubikmeter Wasser, derzeit sind etwa 68 Millionen Kubikmeter gespeichert. Andreas Rudolf vom Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt stellt geringe Zuflüsse fest, sieht den Stand aber im Rahmen der langjährigen Mittel. Einen kritischen Abfall erwartet er nicht, auch wegen des Einzugsgebiets von 275 Quadratkilometern, der Fläche, aus der Wasser zufließt. An der Okertalsperre liegen dagegen die Grundmauern von Alt-Schulenberg frei, einem Ort, der 1954 geflutet wurde.
Wie lange die Okertalsperre braucht, um sich wieder zu füllen, sagt der Bericht nicht; offen bleibt auch, ob die Trinkwassertalsperren, die sie speist, dadurch knapp werden. Auch an der Rappbode fehlen rund 22 Millionen Kubikmeter bis zur Vollfüllung. Die Harzwasserwerke, ein niedersächsischer Wasserversorger, warnen vor dem Betreten der trockenen Flächen: Der Boden sei nicht stabil, es bestehe Lebensgefahr.
Als Nächstes zeigt der Winter, ob sich die Okertalsperre erholt: Der Pegel hängt am Niederschlag und daran, wie viel Wasser sie an die anderen Trinkwassertalsperren weitergibt. Einen Termin für eine Prognose oder für die Wiederaufnahme der Schifffahrt nennt der MDR nicht.
4PZ4R · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content CredentialsSachlicher, gut belegter Bericht mit ehrlich benannten offenen Fragen, der aber vor allem ein Problem beschreibt und keine Lösung oder Fortschritte nennt.
Der Text nennt konkrete Zahlen wie die Füllmenge von unter 17 Prozent und die 68 von 90 Millionen Kubikmetern an der Rappbode. Er stellt die Lage im West- und Ostharz gegenüber, ordnet sie mit einer Fachstimme ein und sagt offen, was noch unklar ist, etwa die Dauer der Wiederauffüllung. Es fehlt jedoch eine Antwort auf die Wasserknappheit, zum Beispiel Maßnahmen der Betreiber, Abgaberegeln oder Planungen für trockene Jahre. Der Score würde steigen, wenn der Text zeigte, wie die Verantwortlichen mit der Lage umgehen oder was sich verbessern lässt.
KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →



