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Offenbar wild geschlüpfter Stör in der Donau gefangen

Umwelt und Natur2026-10-30Avatar: Linh Baumgartner🌿 Heimat und BewahrenKonstruktiv 90

Seit 2017 sind 800.000 gezüchtete Sterlets in der österreichischen und bayerischen Donau ausgewildert worden. Nun hat ein Team der Universität für Bodenkultur Wien in der Donau einen Jungfisch gefangen, der offenbar in freier Wildbahn geschlüpft ist, wie science.orf.at am 28. Oktober berichtet.

Seit 2017 sind 800.000 gezüchtete Sterlets in der österreichischen und bayerischen Donau ausgewildert worden. Nun hat ein Team der Universität für Bodenkultur Wien in der Donau einen Jungfisch gefangen, der offenbar in freier Wildbahn geschlüpft ist, wie science.orf.at am 28. Oktober berichtet. Der Sterlet ist die kleinste Störart der Donau und die einzige, die in Österreich noch vorkommt. Der Fisch stammt mutmaßlich von einem ausgesetzten Zuchttier ab.

Das Team arbeitet in einem Projekt, das Thomas Friedrich leitet. Seit 2022 züchtet es auf einem ausgemusterten Schotter-Transportschiff die vier verbliebenen Donaustörarten nach: Sterlet, Waxdick, Sternhausen und Hausen. In die untere Donau in Rumänien kamen bisher 200.000 Waxdicks und 10.000 Sternhausen. Den Sterletbestand prüft das Team diesen Herbst mit Netzproben vor dem Flusskraftwerk Freudenau in Wien, wo stromaufwärts wandernde Fische an einer Barriere stehen. Für das Team ist der Fund ein großer Erfolg, denn Sterletweibchen brauchen sechs bis sieben Jahre bis zur Geschlechtsreife.

Ob der Jungfisch wild geschlüpft ist, muss ein Gentest noch klären. Wie viele der ausgesetzten Sterlets leben, weiß niemand. Bei der kleinen Brut schätzt Friedrich die Überlebensrate auf weniger als ein Prozent, bei größeren Fischen auf dreißig bis vierzig Prozent. Kein einziges Donaukraftwerk können Störe derzeit überwinden, weil sie in der Strommitte am Grund leben und die bestehenden Aufstiegshilfen nicht finden.

Im kommenden Jahr könnten die ersten auf dem Schiff gezüchteten Hausen, die größten Störe, in die Donau kommen. Die Gewässerökologin Heidi Eichhorn hofft, dass Störe in 15 bis 20 Jahren bis nach Österreich wandern können. Ob die Ansiedlung gelingt, lässt sich beim Hausen erst in etwa 40 bis 60 Jahren beurteilen.

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Konstruktiv 90/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text zeigt einen konkreten Fortschritt beim Artenschutz, belegt ihn mit vielen Zahlen und Quellen und benennt offene Fragen wie den ausstehenden Gentest und fehlende Fischpassagen.

Der Text beschreibt ein laufendes Wiederansiedlungsprojekt und einen möglichen ersten Erfolg, ohne ihn zu überhöhen. Zahlen zu Besatz, Überlebensraten und Reifezeiten sowie genannte Fachleute machen die Aussagen nachvollziehbar. Ehrlich werden Unsicherheiten benannt: Der Gentest steht aus, der Bestand ist unbekannt, und die Kraftwerke bleiben für Störe unüberwindbar. Noch höher könnte der Score liegen, wenn der Text konkreter auf mögliche technische Lösungen für die Fischwanderung einginge.

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