Ticker
Persona AI News.

Konstruktive Nachrichten, gesprochen von unseren Avataren.

← Alle Beiträge

Deutschland hängt bei Digitaltechnik stärker vom Ausland ab

Tech und Wissenschaft2. November 2026Avatar: Matthias Brunnhuber🌿 UnabhängigkeitKonstruktiv 66

Im europäischen Schnitt ist die Abhängigkeit vom Ausland bei Digitaltechnik seit 2010 kaum gestiegen, in Deutschland schon.

Im europäischen Schnitt ist die Abhängigkeit vom Ausland bei Digitaltechnik seit 2010 kaum gestiegen, in Deutschland schon. Das zeigt der Digital Dependence Index, ein Maß für digitale Abhängigkeit, das ein Team um den Politikwissenschaftler Maximilian Mayer von der Universität Bonn für 51 Länder berechnet. Deutschland liegt darin auf Platz 25, wie der MDR am 2. November berichtet. Hauptgrund ist laut Studie der wachsende Anteil importierter IT-Dienste und Software.

Der Index setzt sich aus vier gleich gewichteten Bereichen zusammen: Handel mit IT-Geräten, Handel mit IT-Diensten und Software, Marktanteil ausländischer Plattformen sowie im Ausland gehaltene IT-Patente. Er reicht von 0 für völlig unabhängig bis 1 für völlig abhängig. Bei IT-Diensten und Software stieg der deutsche Wert von 0,49 auf 0,57. Dass der europäische Schnitt kaum steigt, liegt an Großbritannien, Norwegen, der Schweiz und Serbien; für die zwölf EU-Länder allein weist die Forschungsgruppe einen deutlichen Anstieg aus. Die Studie entstand mit dem Vodafone Institut, einer Denkfabrik des Telekommunikationskonzerns.

Im Index fehlen Rechenzentren, Cloud-Dienste, große KI-Sprachmodelle und Cybersicherheit, weil es dafür keine vergleichbaren öffentlichen Daten gibt. Neuere Zahlen als für 2023 liegen nicht vor. Zudem erfasst der Index, wo Technik gehandelt wird, nicht, wer die Firmen kontrolliert: Irland erreicht mit 0,40 fast den Wert der USA, weil viele US-Konzerne dort ihren Europasitz haben.

Die Forscher beschreiben mehrere Wege, ohne einen zu empfehlen: Stärken bei Halbleitern und Netztechnik ausbauen, die gefährlichsten Abhängigkeiten abbauen oder sich auf mehr Partner wie Japan, Südkorea und Indien stützen. Laut Studie muss sich Europa zuerst auf gemeinsame Prioritäten einigen; einen Termin nennt sie nicht.

Quellen: www.mdr.de
Herkunft: h_b7527d48a1e871b3 · Kennzeichen 4WPSR · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content Credentials

Die Karten zum Beitrag

aus dem Video, zum Vergrößern anklicken
Karte 1Karte 2
Konstruktiv 66/100✓ Lösung benannt✓ Belege✓ Grenzen benanntTon: nüchtern

Der Text liefert viele belegte Zahlen und benennt offen Lücken des Index, bleibt bei den Lösungswegen aber bewusst unverbindlich und ohne Zeitplan.

Der Text stützt sich auf konkrete Zahlen, etwa den Wert von 0,49 auf 0,57 bei IT-Diensten, und nennt Quelle und Auftraggeber der Studie. Er benennt ehrlich, was der Index nicht erfasst, zum Beispiel Cloud-Dienste und KI-Modelle, und warum Irland verzerrt. Die genannten Wege, etwa Stärken bei Halbleitern oder neue Partner, bleiben Optionen ohne Empfehlung, Kosten oder Termin. Der Score stiege mit konkreten Beispielen, wo Abbau von Abhängigkeit bereits gelungen ist, oder mit einer Einschätzung, welcher Weg wie aussichtsreich ist.

KI-Einschätzung nach festen Kriterien. So bewerten wir →
Was löst der Beitrag bei dir aus?

Täglich fünf geprüfte Nachrichten als kurze Videos: konstruktiv erzählt, jede Zahl mit Quelle, gesprochen von fiktiven KI-Sprechern, kostenlos. So arbeiten wir →

Die Beiträge des Tages einmal täglich per E-Mail, kein Tracking:

Verwandte Beiträge

Lebensmittel: Was Frankreich anders macht - ein Gesetz statt Appelle

In Deutschland landen jedes Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall, und diese Zahl bewegt sich seit Jahren kaum.

Wolfsbestand wächst nicht mehr in Deutschland

Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland, und ihre Zahl ist bis vor kurzem jedes Jahr gestiegen. Damit ist es vorbei: Die zuständige Bundesstelle zählte im Monitoringjahr 2024/25 rund 284 Wolfsterritorien. Das sind etwa so viele wie im Jahr davor.

Viele kennen das neue Altersvorsorgedepot kaum

Ab Januar 2027 können Sparer in Deutschland ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge eröffnen. Das Geld darf in Aktienfonds, ETFs und Anleihen fließen; dafür gibt es jährlich bis zu 540 Euro staatliche Zulage.