Staaten räumen ein: Artenschutzziele sind so nicht erreichbar
Vor zwei Jahren scheiterten die Verhandlungen der UNO-Artenschutzkonferenz in Kolumbien. Diesmal einigten sich die Staaten in Eriwan, der Hauptstadt Armeniens, doch noch, wie SRF am 31. Oktober berichtet. Die Abschlussverhandlungen dauerten knapp 12 Stunden, mehrmals drohte das Aus. Als wichtigsten Beschluss nennt SRF die offizielle Anerkennung, dass die Welt nicht auf Kurs ist: Macht sie so weiter, verfehlt sie ihre selbst gesteckten Ziele zum Schutz der Artenvielfalt.
Ein globaler Zwischenbericht hatte kurz vor der Konferenz die Defizite offengelegt. Die Staaten beschlossen nun konkrete Aufforderungen und Empfehlungen, wie die Umsetzung schneller gehen soll. Sie betreffen auch Subventionen, die der Artenvielfalt schaden, etwa für Verkehr oder Landwirtschaft: Diese sollen identifiziert, reduziert und umgewidmet werden. Laut SRF sind die Länder in diesem Bereich bisher am wenigsten vorangekommen. In Eriwan wurden drei Initiativen zum Abbau solcher Subventionen gegründet. Zudem erkannten viele Länder die Berichte des Weltbiodiversitätsrats, des zwischenstaatlichen Fachgremiums zur Artenvielfalt, nach langen Diskussionen doch noch an.
Beschlossen sind Empfehlungen, die die Staaten erst umsetzen müssen. Offen bleibt, wer zahlt: Die Liste der Geberstaaten aus dem Jahr 1992 bleibt unverändert, große Schwellenländer wie China gehören nicht dazu. Ungelöst ist, wie Indigene und lokale Gemeinschaften mitentscheiden. Der in Kolumbien beschlossene Cali-Fonds, in den Pharma-, Agrar- und Biotechnologiefirmen freiwillig einzahlen sollen, dürfte sich laut SRF nicht rasch füllen.
Als Nächstes sind die Regierungen gefordert: Sie müssen den in Eriwan beschlossenen Fahrplan in ihren Ländern umsetzen, etwa beim Abbau schädlicher Subventionen. Maßstab sind die Ziele, die sich die Staaten bis 2030 gesteckt haben.
CX6HE · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content CredentialsDer Text nennt konkrete Beschlüsse wie den Subventionsabbau und drei neue Initiativen, benennt offene Finanz- und Beteiligungsfragen ehrlich und bleibt sachlich im Ton.
Der Text zeigt einen echten Fortschritt, nämlich die Einigung nach dem Scheitern vor zwei Jahren, und benennt konkrete Schritte wie den Abbau schädlicher Subventionen und drei neue Initiativen. Er ist offen über Schwächen: Die Beschlüsse sind nur Empfehlungen, die Finanzierung ist ungeklärt und der Cali-Fonds füllt sich wohl langsam. Quellen sind vorhanden, stützen sich aber weitgehend auf einen einzigen Bericht (SRF). Mehr Zahlen, etwa zu Subventionssummen, und weitere Stimmen aus Wissenschaft oder betroffenen Gemeinschaften würden den Score erhöhen.
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