Wasserstoff und Akku: Bahnbetreiber bei Berlin zieht positive Bilanz
Im Dezember 2024 begann die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), ein Bahnbetreiber im Raum Berlin, Strecken mit alternativen Antrieben zu bedienen. Auf der Heidekrautbahn, einer Bahnstrecke nördlich von Berlin, fahren sieben Wasserstoffzüge, auf Gleisen der Deutschen Bahn 31 Akkuzüge. Bei einer Zwischenbilanz in Basdorf zieht die NEB ein positives Fazit, wie heise online am 16. Oktober berichtet: Beide Zugtypen seien technisch gleich gut verfügbar und wirtschaftlicher als angenommen.
Der Bund fördert das Projekt mit 31,2 Millionen Euro, beide Zugtypen stammen von Siemens. Zum Start hatten manche Beobachter Ärger wie im Taunus erwartet, einem Mittelgebirge bei Frankfurt am Main: Dort mussten beim Betrieb mit Wasserstoffzügen des Herstellers Alstom Busse einspringen, zeitweise wurde auf Dieselzüge umgestellt. Ein anderes Problem ist laut NEB kleiner geworden. Die Akkuzüge rissen 2025 in 26 Fällen Oberleitungen ein, etwa wenn Fahrer nach dem Laden vergaßen, den Stromabnehmer abzusenken. Schon im selben Jahr stellte die NEB Erinnerungsschilder auf; 2026 zählte sie bisher sechs Vorfälle.
Ungelöst ist vor allem die Energieversorgung. Die lokale Wasserstofferzeugung, geplant für Ende 2024, ist noch nicht in Betrieb; wegen verbogener Tankstutzen dauerte das Tanken monatelang 80 statt 40 Minuten. Von vier geplanten Ladestationen für die Akkuzüge steht erst eine, in Beeskow. Abgestellt brauchen diese Züge bis zu 30 Kilowatt. Belege für die bessere Wirtschaftlichkeit nennt der Bericht nicht.
Bis Ende dieses Jahres soll grüner Wasserstoff aus dem nahen Wensickendorf angeliefert werden; geht der Elektrolyseur, eine Anlage zur Wasserstofferzeugung mit Strom, in den Regelbetrieb, sollen die Tankprobleme behoben sein. Die NEB hofft, bis Ende 2027 auch die Ladestationen in Templin, Werneuchen und Wriezen in Betrieb zu nehmen.
Der Text zeigt einen konkreten Fortschritt bei alternativen Zugantrieben, belegt ihn mit Zahlen und benennt offene Probleme ehrlich.
Der Bericht beschreibt nicht nur Schwierigkeiten, sondern auch funktionierende Lösungen wie die Erinnerungsschilder, die Oberleitungsschäden von 26 auf sechs Fälle senkten. Zahlen zu Förderung, Zugflotte, Tankzeiten und Ladestationen machen die Lage nachvollziehbar. Die Grenzen werden offen genannt, etwa die fehlende Wasserstofferzeugung und dass Belege für die behauptete Wirtschaftlichkeit fehlen. Mehr Gewicht bekäme der Text durch eigene Nachfragen bei Betreiber oder Fachleuten statt der Stützung auf einen einzelnen Bericht.
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