Frankfurt zieht Bilanz nach Krawallen mit 54 Festnahmen und Streit über Täter
Nach friedlichen Gen-Z-Protesten, bei denen vor allem junge Menschen demonstrierten, ist es am Samstagabend in der Frankfurter Innenstadt zu Plünderungen und Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen. Bei einer Pressekonferenz am Sonntag, wie hessenschau.de am 1. November berichtet, nannte die Polizei 100 verletzte Polizisten. Dazu kamen 54 Festnahmen und fünf geplünderte Geschäfte. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einem „entsetzlichen Gewaltexzess“.
Die Polizei nahm 87 Strafanzeigen auf, sprach 1.225 Platzverweise aus und kontrollierte 366 Personen. Zeitweise gab es bis zu 30 Einsatzorte gleichzeitig; Einsatzkräfte wurden mit Böllern und Molotowcocktails angegriffen. Poseck schätzt die Gruppe der Störer auf 1.000 bis 1.500 Personen. Die Festgenommenen sind zwischen 13 und 29 Jahren alt und besitzen laut Poseck überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit. Einer der verletzten Beamten wurde schwer verletzt, er bekam einen Stein ins Gesicht.
Die Täterfrage ist umstritten. Poseck betont eine „migrantische Prägung“ der Gruppe, Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) sagt, ihm sei egal, welchen Pass jemand habe. Die Polizei trennt zwei Gruppen: eine kleinere Gruppe am Ende der Demonstration und andere Personen bei den späteren Ausschreitungen. Wer wann beteiligt war, ist ungeklärt; die Auswertung der Videoaufnahmen läuft.
Die Initiative „Gen Z regelt“, die sich von der Gewalt distanziert, will sich am 20. November an europaweiten Protesten beteiligen. Die Polizei wertet weiter Videoaufnahmen aus, um Tatverdächtige zu identifizieren. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) kündigte an, Tätergruppen und Hergang zu bewerten und Schlüsse zu ziehen.
J7XX6 · Eintrag im Herkunftsregister mit Fingerabdruck, Signatur und Content Credentials




